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So erfolgreich die Saatzucht Donau, ein Gemeinschaftsunternehmen von Saatbau Linz und Probstdorfer Saatzucht, bei der Züchtung von Qualitätsweizen ist, Futter- und Mahlweizen scheinen nicht ganz mithalten zu können. Das ist laut Michael Gohn, Geschäftsführer von Hälfteeigentümer "Probstdorfer", ein wesentlicher Grund für die Entscheidung, in diesem Bereich mit der traditionsreichen bayerischen Saatzuchtfirma Bauer zu kooperieren und damit die genetische Basis zu erweitern.
Deutsch-österreichische Kooperation bei Züchtung
Zusammenarbeit von Saatzucht Donau und Saatzucht Bauer
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So erfolgreich die Saatzucht Donau, ein Gemeinschaftsunternehmen von Saatbau Linz und Probstdorfer Saatzucht, bei der Züchtung von Qualitätsweizen ist, Futter- und Mahlweizen scheinen nicht ganz mithalten zu können. Das ist laut Michael Gohn, Geschäftsführer von Hälfteeigentümer "Probstdorfer", ein wesentlicher Grund für die Entscheidung, in diesem Bereich mit der traditionsreichen bayerischen Saatzuchtfirma Bauer zu kooperieren und damit die genetische Basis zu erweitern.
Von Reichersberg nach Biendorf
Sowohl Saatzucht Donau wie auch Saatzucht Bauer konzentrieren künftig die Zuchtarbeit für Mahl- und Futterweizen in der von Bauer betriebenen Zuchtstation Biendorf in Sachsen-Anhalt. Von österreichischer Seite wird die Züchtung neuer Mahl- und Futterweizensorten für Märkte wie Deutschland, Frankreich, Polen, Tschechische Republik und Österreich aus Reichersberg in Oberösterreich nach Biendorf verlegt.
Die Qualitätsweizenzüchtung für Ostösterreich und Osteuropa ist davon nicht berührt, sie verbleibt laut Saatbau Linz-Geschäftsführer Karl Fischer in Probstdorf im Marchfeld (NÖ).
Gemäß dem am 5. Juli unterzeichneten Vertrag werden Saatzucht Donau und Saatzucht Bauer ab dem kommenden Herbst ihr gesamtes Zuchtmaterial für Mahl- und Futterweizen in diese Kooperation einbringen und nach Biendorf verlagern. Aufwand und Ertrag sollen im Verhältnis 50:50 fair geteilt werden, sagte Probstdorfer-Chef Michael Gohn gegenüber der BauernZeitung und betonte: "Jedenfalls erwarten wir uns von dort besseres Material als bisher."
Der Standort ist nach Meinung des Geschäftsführers der Saatzucht Donau, Johann Birschitzky, zwar keine Garantie, aber ein wesentliches Kriterium für Erfolg in der Pflanzenzüchtung. Die Boden- und Klimaverhältnisse in Biendorf im ostdeutschen Trockengebiet seien zur Züchtung von Sorten für die genannten Zukunftsmärkte besser geeignet als in Reichersberg mit seinen rund 850 mm Jahresniederschlag. Günstig auswirken sollten sich auch die dort aufgrund der Lage – rund 450 km nordwestlich – anzutreffenden größeren Tageslängen.
Die Qualitätsweizenzüchtung für Ostösterreich und Osteuropa ist davon nicht berührt, sie verbleibt laut Saatbau Linz-Geschäftsführer Karl Fischer in Probstdorf im Marchfeld (NÖ).
Gemäß dem am 5. Juli unterzeichneten Vertrag werden Saatzucht Donau und Saatzucht Bauer ab dem kommenden Herbst ihr gesamtes Zuchtmaterial für Mahl- und Futterweizen in diese Kooperation einbringen und nach Biendorf verlagern. Aufwand und Ertrag sollen im Verhältnis 50:50 fair geteilt werden, sagte Probstdorfer-Chef Michael Gohn gegenüber der BauernZeitung und betonte: "Jedenfalls erwarten wir uns von dort besseres Material als bisher."
Der Standort ist nach Meinung des Geschäftsführers der Saatzucht Donau, Johann Birschitzky, zwar keine Garantie, aber ein wesentliches Kriterium für Erfolg in der Pflanzenzüchtung. Die Boden- und Klimaverhältnisse in Biendorf im ostdeutschen Trockengebiet seien zur Züchtung von Sorten für die genannten Zukunftsmärkte besser geeignet als in Reichersberg mit seinen rund 850 mm Jahresniederschlag. Günstig auswirken sollten sich auch die dort aufgrund der Lage – rund 450 km nordwestlich – anzutreffenden größeren Tageslängen.
Hoffnung auf besseres Zuchtmaterial
Um Standort-angepasstes Saatgut anbieten zu können, wird das Zuchtmaterial aus Biendorf in Prüfstationen in den jeweiligen Ländern weiter selektiert werden, in Reichersberg zum Beispiel im Hinblick auf Fusariumresistenz. Dieser Standort bleibt auch weiter für die Züchtung von Wintergerste, Raps und Sojabohne bestehen, versichert Fischer.
Die Zusammenarbeit von Saatzucht Donau und Saatzucht Bauer beschränkt sich nach derzeitigem Stand ausschließlich auf den Bereich Züchtung. Es gibt keine gesellschaftsrechtliche Verflechtung. Die beiden Unternehmen folgen damit dem Beispiel anderer mittelständischer Pflanzenzüchter, die ebenfalls Kooperationen eingehen, um gegenüber internationalen Konzernen bestehen zu können.
Biendorf war einst ein Zentrum für die Maiszüchtung in der ehemaligen DDR. Dort haben sich in den vergangenen Jahren auch etliche andere Saatzuchtunternehmen angesiedelt.Franz Gebhart
Die Zusammenarbeit von Saatzucht Donau und Saatzucht Bauer beschränkt sich nach derzeitigem Stand ausschließlich auf den Bereich Züchtung. Es gibt keine gesellschaftsrechtliche Verflechtung. Die beiden Unternehmen folgen damit dem Beispiel anderer mittelständischer Pflanzenzüchter, die ebenfalls Kooperationen eingehen, um gegenüber internationalen Konzernen bestehen zu können.
Biendorf war einst ein Zentrum für die Maiszüchtung in der ehemaligen DDR. Dort haben sich in den vergangenen Jahren auch etliche andere Saatzuchtunternehmen angesiedelt.Franz Gebhart
14.07.2010










