Als Beweggründe führt Vierbauch unter anderem die bisherige Situation mit der finanziellen Misere der Agentur für Biogetreide GmbH an, die bekanntlich ihren rund 2200 Vertragsnehmern am 23. Juni 2010 angekündigt hat, rund vier Mio. Euro Zahlungsverpflichtungen an die Bauern für die Vermarktung der Ernte 2009 nicht nachkommen zu können. Der Vierbauch dann vorgelegte Lösungsvorschlag sei, so der Bio Austria-Obmann, "eine Fortsetzung des Systems unter einer neu gegründeten Firma von Herrn Engelbert Sperl – allerdings ohne wirkliche Mitsprache der Bauern", denen vorerst nur eine Minderheitenbeteiligung in einer neuen GmbH-Konstruktion angeboten worden war. Erst später seien bei den Informationsveranstaltungen der Bio Austria-Landesorganisationen Niederösterreich und Wien sowie Burgenland Zusagen für bäuerliche Mehrheitsbeteiligungen gemacht worden. Die mit der Agentur geschlossenen Verträge für 2010 sollten einvernehmlich gelöst und neue Lieferverträge mit der neuen Firma abgeschlossen werden.
Vierbauch kritisiert, es sei durch die späte Bekanntgabe an die Bauern und deren vertragliche Bindung von vornherein klar gewesen, dass es nicht möglich sein würde, eine Alternative zu entwickeln. Damit sei der von der Agentur vorgeschlagene Weg als einzige Möglichkeit übrig geblieben. "Die Landesorganisationen Niederösterreich und Wien sowie Burgenland bemühen sich durch ihr Engagement innerhalb dieser Konstellation, die Ernte 2010 möglichst reibungslos abzuwickeln", so das Schreiben. Vierbauch hofft dabei, "dass das bestehende Restrisiko für unsere bäuerlichen Lieferanten dabei nicht zum Tragen kommt".










