Agrana weist Vorwurf betreffend Käfersammelprämie zurück

Diese Drei-Liter-Kübel werden ebenerdig eingegraben, zehn Kübel pro Hektar. Die Rüsselkäfer fallen hinein und können so gesammelt werden. Foto: Christina Offenschießl

Die harsche Kritik von Johannes Schmuckenschlager, Präsident der LK Niederösterreich, an der Agrana betreffend einer Sammelprämie für Rübenrüssler ist für den Rübenverarbeiter „nicht nachvollziehbar“.

Seitens Agrana reagierte Ulrich Fischer, Leiter des Rohstoffmanagements: „Angesichts des wachsenden Schädlingsdrucks wurde die Beratungsarbeit unserer 15 Rohstoffberater, die selbst praktizierende Landwirte sind, und das Versuchswesen intensiviert. So haben wir den Landwirten bis dato kostenlos 80.000 Pheromonfallen zur Verfügung gestellt. Diese Drei-Liter-Kübel werden ebenerdig eingegraben, zehn Kübel pro Hektar. Die Rüsselkäfer fallen hinein.“ Für diesen Aufwand erhalten die Landwirte letztlich zehn Euro pro Kilogramm.

Ziel sei es, die tierischen Schädlinge auf den Feldern zu minimieren. „Ein Käfer heuer kann bis zu hundert Käfer im nächsten Jahr bedeuten. Auf manchen Flächen wurden heuer hochgerechnet auf hundert Hektar bis zu einer Million Käfer registriert.“

Die überwiegende Mehrheit der Rübenbauern sehe dieses Vorgehen positiv, die freiwillige Nachfrage nach Pheromonfallen sei groß, so Fischer.

Das Fortsetzen dieser Maßnahmen sei wichtig, „weil sie aus unserer Sicht alternativlos sind. Vor diesem Hintergrund ist der Vorwurf einer ‚Gutsherrenmentalität’ seitens Agrana gegenüber den Landwirten geradezu grotesk“, sagt Fischer.

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