Auch in 2017 deutliches Umsatzplus für Viking

Bei Viking freut man sich über ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2017: Peter Pretzsch, Geschäftsführer (Mitte), Josef Koller, Leiter Produktion und Marktversorgung (l.), und Wolfgang Simmer, Leiter Marketing und Verkauf (r.). Foto: Werksfoto

Die Viking GmbH hat den wirtschaftlichen Erfolg aus dem Jahr 2016 ins Wirtschaftsjahr 2017 mitgenommen: Das Tiroler Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 43 Prozent auf 381 Millionen Euro. Im Vorjahr waren 480 Mitarbeiter bei dem innovativen Gartengeräte-Hersteller angestellt – im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2016 entspricht das einem moderaten, dem Geschäftsverlauf angemessenen Zuwachs von 16 Prozent. Die Bilanzsumme ist 2017 weiter gestiegen und erreichte den Betrag von 241 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote 2017 liegt bei 49 Prozent.

Für das starke Umsatzplus sorgten laut Unternehmensangaben vor allem die Stihl-Akku-Produkte, die seit einigen Jahren in Langkampfen gefertigt werden, sowie die Rasenmäher, hier vor allem die Akku-Rasenmäher und die Mähroboter.

Der konstant hohe Exportanteil von 98 Prozent zeigt, dass Viking im europäischen Markt sehr gut verankert ist. Die Märkte in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten, Polen, Großbritannien und Norwegen waren auch 2017 die größten Abnehmer.
Peter Pretzsch, Geschäftsführer der Viking GmbH, beschreibt die Situation: „Die aktuellen Daten zeigen das kräftige Wachstum in Umsatz, Absatz und Produktionsvolumen. Insbesondere die Stihl-Akku-Produkte, aber auch einige der Viking-Gartengeräte weisen eine starke Wachstumskurve auf. Wir werden diesen Trend mit dem bevorstehenden Markenwechsel in vielen Märkten noch stärker fortsetzen und Langkampfen weiter ausbauen.“

Die Zugkraft der Marke Stihl

Ab 2019 integriert der Mutterkonzern Stihl die Marke Viking und setzt auf eine Marke: Stihl. Für den Markenwechsel von Viking zu Stihl sollen eindeutige Vorteile sprecchen: Die internationale Markenbekanntheit von Stihl und die damit verbundene Zugkraft der Marke steigern die Absatzchancen erheblich und öffnen zudem Türen zu neuen Märkten. Die Marke Viking hat sich in den vergangenen Jahren auf dem europäischen Markt sehr gut entwickelt, ist aber auf anderen Kontinenten wie Asien und Amerika kaum bzw. nicht vertreten. Auch wenn die Priorität auf den bestehenden Viking-Märkten liegt, soll der Markenwechsel dem bislang grünen Sortiment mittelfristig eine weltweite Vertriebsperspektive öffnen. Somit entstehen klare Wachstumschancen für das Produktsortiment, die den Standort in Langkampfen stärken werden.

Mit der Anpassung aller Produkte geht ein hoher Aufwand in allen Unternehmensbereichen einher. Neben der Einführung der Geräte in Orange sollen die Marktversorgung und Sicherstellung der Ersatzteile für Viking-Produkte für mindestens zehn Jahre gewährleistet werden. Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die gesamte Produktion auf Orange umgestellt.

Bereits Anfang 2018 startete der Verkauf der Akku-Rasenmäher unter der Marke Stihl. Der Bezug zu anderen Akku-Produkten aufgrund der Mehrfachnutzung der Akkus machte eine Einführung dieser Produktgruppe in Orange bereits für die Gartensaison 2018 sinnvoll. Die Verfügbarkeit aller anderen Produkte unter der Marke Stihl ist für die Saison 2019 vorgesehen.

Das Tiroler Unternehmen Viking gehört seit 1992 zur Stihl-Gruppe. „Mit dem Markenwechsel wird eine deutliche Stärkung des Standorts in Langkampfen erfolgen. Das deutliche Wachstum der Produktionsmenge ist unseren engagierten Mitarbeitern zu verdanken – deren Tatkraft unterstützt auch wesentlich die vielfältigen Aktivitäten zum Markenwechsel“, so Pretzsch. Das Sortiment bleibt erhalten und die Produkte
bleiben im Rahmen des Markenwechsels technisch nahezu unverändert. Auch bei
Service und Garantie soll sich nichts ändern. „Die Produktportfolien von Stihl und
VIKING ergänzen einander optimal. Wir orientieren uns stets an den Bedürfnissen
unserer Kunden und entwickeln unsere Produkte dementsprechend weiter“, erläutert
Pretzsch.

100 neue Arbeitsplätze in Langkampfen

Die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre machte auch einen Ausbau der
Produktion nötig: Am 29. September 2017 erfolgte der Spatenstich für den
Erweiterungsbau am Standort in Langkampfen. Dafür werden 16.000 m² Grundfläche
neu bebaut und eine zusätzliche Arbeitsfläche von 20.000 m2 geschaffen. Die STIHL
Gruppe investiert in den Zubau rund 23 Millionen Euro. „Wir schaffen dadurch 100
zusätzliche Arbeitsplätze in Langkampfen“, erklärt Viking-Produktionsleiter und
Bauprojektleiter Josef Koller.

Mit dem Erweiterungsbau unternimmt Viking die größte Investition der
Firmengeschichte. Für den wirtschaftlichen Erfolg sorgen neben den Stihl-Akku-Produkten auch die Akku-Rasenmäher, die in Langkampfen produziert werden.
Die Produktion wird deutlich vergrößert. Zusätzlich entstehen neue Dauerprüfräume,
Elektrolabors und eine moderne Lehrwerkstätte. Ein besonderes Highlight wird das
automatische Kleinteillager sein, das nach dem neuesten Stand der Technik
funktioniert und ca. 300 Aus- und Einlagerungen in der Stunde abwickelt. Das Dach
des Neubaus wird teilweise begrünt und als Testfläche genutzt.

Der Abschluss des Erweiterungsbaus ist für Ende 2018 geplant. Die neuen Räume
werden schrittweise in Betrieb genommen. Im Gebäudebestand werden 2019 einige
Veränderungen und Anpassungen vorgenommen und einem neuen Nutzen
zugeführt. Der Ausbau in Langkampfen ist ein deutliches Bekenntnis des
Mutterkonzerns Stihl zum Standort in Tirol.

Modellneuheiten – Erste Rasenmäher unter der Marke Stihl

Das Unternehmen aus Langkampfen startete in die diesjährige Gartensaison mit
einer Neuheit der besonderen Art: Der Markenwechsel ist bei den Akku-Mähern
bereits vollzogen. Diese Gartengeräte sind seit dem Frühjahr 2018 unter der Marke
Stihl erhältlich.

Die insgesamt sieben Akku-Mäher mit Schnittbreiten von 33 bis 46 Zentimeter sowie
ein Mulch-Mäher in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten treten ab sofort in
kraftvollem Orange auf. Stihl setzt bei den Modellen auf das beliebte und
praktische Akku-Baukastensystem: Die Lithium-Ionen-Akkus aus
den Stihl-Akku-Systemen Compact bzw. PRO betreiben auch alle anderen
Gartengeräte des jeweiligen Akku-Systems. Die Akku-Mäher solleb durch ihre
weiterentwickelte Technik, hohen Bedienkomfort und einen leisen, abgasfreien
Betrieb überzeugen.

Auch im bestehenden Viking-Gartengeräte-Sortiment gibt es attraktive Neuheiten:
Neu ist der Vertikutierer Viking LE 240 mit einem, so Viking, “interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis”. Damit lassen sich Rasenflächen bis ca. 500 Quadratmeter vertikutieren oder wahlweise striegeln bzw. lüften. Der leichte, handliche und elektrisch betriebene Vertikutierer lässt sich auf Knopfdruck starten und befreit den Rasen mit sieben
scharfen Doppelmessern von Moospolstern und Rasenfilz. Der Luftstrom der
Lüfterwalze befördert das überschüssige organische Material direkt in den
Fangkorb. Der LE 240 verfügt über einen klappbaren Holm und einen
praktischen Tragegriff. Für die Sicherheit beim Arbeiten soll das an der Schalter-
Stecker-Kombination fixierte Stromkabel sorgen.

Weiterhin vergrößert Viking sein High-End-Sortiment bei den Rasenmähern um
zwei Geräte: Die Serie 6 wird um den MB 650 VE und den MB 655 RS erweitert. Mit
Schnittbreiten von 48 bzw. 53 cm können die benzinbetriebenen Mäher für Flächen
von 2000 bis 2500 m2 eingesetzt werden. Der MB 650 VE erleichtert die Inbetriebnahme durch einen komfortablen Elektrostart auf Knopfdruck. Ein weiteres
Komfortplus ist auch der Varioantrieb – die stufenlose Temporegulierung macht das
Mähen in unterschiedlichem Gelände angenehm. Der MB 655 RS ist für exaktes
Mähen an der Hinterachse mit einer Rear Roller-Metallwalze ausgestattet. Die Walze
gestaltet das Streifendesign, das für viele der Inbegriff eines englischen
Rasens ist.

Der neue Mähroboter MI 422 PC lässt sich mittels mobiler Kommandozentrale, der
kostenlosen iMow App, digital steuern. Das Gerät wird per App programmiert,
organisiert und überwacht. Dank intuitiv bedienbarer Benutzeroberfläche werden mit
wenigen Klicks der Mähplan aktualisiert, die Mähdauer reguliert und der Mäher
lokalisiert. Die App sorgt für zusätzlichen Komfort und noch mehr Sicherheit, da sie
den Betriebszustand und anfallende Wartungen meldet.

 

- Bildquellen -

  • VIKING Bilanz PK Koller Pretzsch Simmer: Werksfoto
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