Christine Demuth mit Barthold Stürgkh-Preis ausgezeichnet

Die Land&Forst Betriebe Österreich zeichneten Christine Demuth mit dem Barthold Stürgkh-Preis für ihre Verdienste für die Land- und Forstwirtschaft aus (v. l.): Präsident Felix Montecuccoli, Christine Demuth, Laudator Josef Siffert und Generalsekretär Bernhard Budil

Seit 1979 verleihen die Land&Forst Betriebe Österreich den „Barthold Stürgkh-Preis“ an Personen, die sich um das allgemeine Verständnis für die Land- und Forstwirtschaft verdient gemacht haben. 2019 geht diese Auszeichnung an Christine Demuth, Chefredakteurin und Geschäftsführerin i. R. der Österreichischen BauernZeitung.

Überreicht wurde der begehrte Preis am Donnerstag von Felix Montecuccoli, dem Präsidenten der Land&Forst Betriebe Österreich. Mit der Verleihung des Barthold Stürgkh-Preises will die Vereinigung „das umsichtige und loyale Wirken von Christine Demuth im Namen der Land- und Forstwirtschaft würdigen. Die gebürtige Wienerin hat sich in ihrer beruflichen Laufbahn der Land- und Forstwirtschaft verschrieben und machte deren Themen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich“, so Montecuccoli. Dank ihr sei die Österreichische BauernZeitung heute das Leitmedium unter den heimischen Agrarmedien.

Christine Demuth studierte Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Wien. Ihre berufliche Karriere begann als Journalistin bei der steirischen Tageszeitung „Süd-Ost-Tagespost“, später wechselte sie als Redakteurin zum „Neuen Volksblatt“. Ab 1992 bis 1999 Kommunikationsreferentin im NÖ. Bauernbund, wechselte sie daraufhin für zwei Jahre als Redakteurin in die Kommunikationsabteilung der ÖVP-Bundespartei.

Ab 2001 leitete Demuth die Österreichische BauernZeitung, 2013 übernahm sie zudem die Geschäftsführung der Agrar Media Verlags GmbH. Bis zu ihrer Pensionierung Ende März war sie für die redaktionelle, wirtschaftliche und technische Entwicklung der größten Agrarwochenzeitung im Land verantwortlich.

Mit Barthold Stürgkh, dem Namensgeber des Preises, verbinde Christine Demuth ihr beider Interesse und Engagement für Europa, betonte Laudator Josef Siffert, Pressesprecher der LK Österreich und als Agrarjournalist langjähriger Kollege der Preisträgerin.

Stürgkh war von 1956 bis 1962 Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. In der Zeit des wirtschaftlichen Wiederaufbaus war ihm die Kommunikation einer modernen Land- und Forstwirtschaft ein besonderes Anliegen. Schon damals war er für den Beitritt Österreichs zum Europarat. „Christine Demuth erwies sich Jahrzehnte später ebenfalls als profunde Botschafterin europäischer Themen. Meist brachte sie Informationen exklusiv nach Österreich, wenn die früheren EU-Parlamentarierinnen Agnes Schierhuber oder Elisabeth Köstinger Erfolge für Österreichs Bäuerinnen und Bauern errungen hatten“, erklärte Siffert.

Von 2011 bis 2018 war Christine Demuth Vorstandsmitglied im „Verband der Agrarjournalisten und -publizisten“ in Österreich. Für ihre journalistischen Leistungen wurde sie bereits einmal 2006 mit dem Eduard-Hartmann-Preis des VAÖ ausgezeichnet. 2011 verlieh ihr Bundesminister Nikolaus Berlakovich die Auszeichnung  „Waldbotschafterin“.

Der Barthold Stürgkh-Preis wurde zum Andenken an diesen herausragenden Präsidenten von den Mitgliedern der Land & Forst Betriebe gestiftet. Neben der formalen Auszeichnung ist der Preis auch monetär dotiert.

Die Land&Forst Betriebe Österreich sind die freiwillige Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter, die zusammen ein Drittel des Waldes bewirtschaften und jede fünfte Tonne des Getreides im Land produzieren.

- Bildquellen -

  • Preisverleihung: LFBOE
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