Fleischleistungsprüfung 2017: Mehr Betriebe und Kühe verzeichnet

Vielfalt der Rassen in der Mutterkuhhaltung besonders hoch.

Die Vielfalt der Rassen ist in der österreichischen Mutterkuhhaltung besonders hoch. Foto: agrarfoto.com

Seit fast 30 Jahren ist die Fleischleistungsprüfung ein fixer Bestandteil der österreichischen Rinderzucht. Im Kontrolljahr 2017 wurden von den acht unabhängigen Landeskontrollverbänden auf 2772 Betrieben von fast 27000 Kühen Daten im Rahmen der Leistungskontrolle erhoben. Das waren im Vorjahresvergleich um 107 Betriebe und 468 Kontrollkühe mehr, teilt die Rinderzucht Austria (ZAR) mit.
Die Vielfalt der Rassen ist in der österreichischen Mutterkuhhaltung besonders hoch. So werden von 35 verschiedenen Rassen Daten im Rahmen der Feldprüfung wie das 200-Tage-Gewicht (Absetzgewicht), das 365-Tage-Gewicht (Jahresgewicht) sowie die Geburtsgewichte und Geburtsverläufe erhoben. Neben der Feldprüfung erfolgt auch eine Eigenleistungsprüfung für Fleischrinder in Kalsdorf, Stmk. Die größte Vielfalt gibt es in Niederösterreich mit 27, der Steiermark mit 25 und Tirol mit 24 Rassen. Bezogen auf die Zahl der kontrollierten Fleischrinder ist ebenfalls das Bundesland Niederösterreich mit 5.742 Kontrollkühen die Nummer eins, knapp dahinter kommen die Steiermark mit 5.605 und Kärnten mit 4.270 Tieren. Die prozentuell höchsten Zuwächse an geprüften Tieren gab es in Salzburg und in Vorarlberg mit jeweils 4,4 %, gefolgt von Kärnten und Niederösterreich mit jeweils 2,1 %.

Auszeichnungen für erfolgreiche Fleischrinderzüchter

Seit 2011 vergibt die ZAR Auszeichnungen für die besondere Lebensleistung von Fleischrindern. Bundesweit gab es im Kontrolljahr 2017 insgesamt 135 Fleischrinder, welche die Kriterien für diese Auszeichnung erreichten, um ein Viertel mehr als im Vorjahr. Dafür müssen die Tiere eine Zwischenkalbezeit von weniger als 400 Tagen, ein Erstkalbealter unter 36 Monaten sowie ein Mindestalter von 16 Lebensjahren vorweisen. Langlebigkeit hat in der Mutterkuhhaltung eine besondere Bedeutung.

Neue Zuchtwerte für Fleisch- und Generhaltungsrassen

Die Daten, die die Landeskontrollverbände für die Fleischleistungsprüfung erheben, werden seit 2017 für die Zuchtwertschätzung für Fleisch- und Generhaltungsrassen verwendet. Es werden Zuchtwerte für die Merkmale Fleisch (200-Tage-Gewicht, 365-Tage-Gewicht, Nettozunahme, Handelsklasse), Kalbeverlauf, Totgeburtenrate, Fruchtbarkeit (Zwischenkalbezeit) und der Fleischrinder-Gesamtzuchtwert einmal im Jahr geschätzt und veröffentlicht. Ab Dienstag, 23. Jänner, stehen neue Zuchtwerte für folgende 14 Rassen zur Verfügung: Angus, Blonde d’Aquitaine, Charolais, Ennstaler Bergschecken, Fleckvieh, Grauvieh, Kärntner Blondvieh, Limousin, Murbodner, Original-Braunvieh, Pinzgauer, Pustertaler Sprintzen, Tux-Zillertaler und Waldviertler Blondvieh. Die Zuchtwerte stehen auf der ZAR-Homepage (www.zar.at) zum Download bereit und sind auch in der Zuchtwert-Datenbank zu finden. AIZ

 

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