Ganzheitliche Betrachtung stellt Waldleistungen sicher

Die nachhaltige Nutzung des Waldes trägt zum Klimaschutz bei. Foto: agrarfoto.com

Die Woche des Waldes vom 12.-18. Juni stellt die Leistungen und Besonderheiten des heimischen Waldes in den Mittelpunkt und steht heuer unter dem Motto „Wald ist Heimat“. Der Lebensraum Wald beheimatet nicht nur unzählige Pflanzen und Tiere, sondern sichert auch Arbeitsplätze im ländlichen Raum und trägt dadurch einen großen Teil zur regionalen Wertschöpfung bei. Darüber hinaus bietet er auch Schutz vor Naturgefahren und den Menschen Raum für Erholung und Freizeitaktivitäten. Durch die kompetente und nachhaltige Bewirtschaftung der Waldeigentümer werden die vielfältigen Wechselwirkungen der Natur seit Generationen berücksichtigt. Damit werden alle Waldleistungen sichergestellt.

Die Funktionen des Waldes sind überaus vielfältig und die Ansprüche an den Wald steigen stetig. Damit das komplexe Ökosystem Wald alle Leistungen erbringen kann, die von der Gesellschaft gefordert werden, ist eine nachhaltige und multifunktionale Waldbewirtschaftung notwendig. Diese wird, so Land&Forst Betriebe Österreich, durch die Waldbesitzer seit Generationen gewährleistet. Rund 80 Prozent des österreichischen Waldes sind in Privatbesitz. Die Gesamtverantwortung zur Sicherstellung der vielfältigen verschiedenen Waldfunktionen liege bei den Waldeigentümern. Sie würden für den notwendigen Ausgleich sorgen, damit diese Leistungen auch in Zukunft gewährleistet sind.

Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, unterstreicht anlässlich der Woche des Waldes: „Der Wald kann nur durch eine ganzheitliche Betrachtung den vielen verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Nachhaltige Waldbewirtschaftung bietet Lösungsansätze für eine Vielzahl an Herausforderungen. So können durch eine nachhaltige Bewirtschaftung und vermehrte Holzverwendung die Klimaziele erreicht werden. Zudem kann der Wald nur durch eine multifunktionale Forstwirtschaft seine Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion erfüllen und gleichzeitig maßgeblich zur Wertschöpfung beitragen.“

Klimaschutz durch Wald, Holz und Ökostrom

Der Wald ist heute vielen Einflüssen von außen ausgesetzt. Die Betriebe müssen sich neben überbordender Bürokratie neuen Herausforderungen wie Klimawandel, Kalamitäten und Schädlingen stellen. Dazu kommen vielfältige Interessen und Forderungen aus Politik und Gesellschaft, wie etwa die Ausweisung von weiteren Naturschutzgebieten oder der zunehmende Freizeitdruck im Gelände. Alle diese Umstände gefährden laut Land&Forst Betriebe Österreich nicht nur die vielfältigen Wechselwirkungen und Leistungen unserer Natur- und Kulturlandschaft, sondern auch die Wertschöpfung im Land. Damit die Forstwirtschaft in Österreich auch in Zukunft noch nachhaltig im Sinne des Mottos „Nützen und Schützen“ betrieben werden könne, dürfe es zu keinen weiteren Einschränkungen in der Bewirtschaftung mehr kommen.

„Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind bereits unübersehbar. Vermehrte Holzverwendung und erneuerbare Energien – besonders Ökostrom aus Biomasse sowie Biotreibstoffe – und eine nachhaltige Forstwirtschaft, die neben Holz auch alle anderen Waldfunktionen sicherstellt, sind wichtiger denn je“, geht Montecuccoli auf aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen ein.

Zum Erhalt der Waldleistungen und der Erfüllung der gesteigerten Ansprüche brauche es vor allem Rechtssicherheit, damit in einem generationenübergreifendem Ansatz der Rahmen für diese Leistungen sichergestellt werden könne. Zudem bedürfe es Verständnis und einen nachhaltigen Lebensstil durch die Gesellschaft und letztlich jedes Einzelnen.
„Klimaschutz ist eine langfristige Aufgabe und kann nicht durch kurzfristiges Ein- und Ausschalten von Ökostrom nach Belieben erreicht werden“, appelliert Präsident Montecuccoli. „Für eine nachhaltige Lösung braucht es auch hier planbare Ansätze.“

Der österreichische Wald sei ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Holz sei als Roh- und Werkstoff und als Energieträger der Schlüssel der Bioökonomie und des Klimaschutzes. Die heimischen Familienbetriebe würden seit Generationen auf Basis privaten Eigentums, einer nachhaltigen Bewirtschaftung und großer Eigenverantwortung unverzichtbare Leistungen dafür gewährleisten. Sie würden den heimischen Wald und nachhaltigen Holzzuwachs für unsere Nachkommen hüten und  damit eine lebenswerte Zukunft für uns alle sichern.

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