Getreidemarkt KW 37/2017 – Heimischer Weizen stabil, Nassmais teurer als im Vorjahr

Auf den internationalen Getreidemärkten bleibt die Stimmung vor allem beim Weizen gedrückt. Der heimische Kassamarkt kann sich davon deutlich abheben. Hier gibt der Premiumweizen den Ton an, die Preisbildung bei den anderen Qualitätsstufen leitet sich von ihm ab. Bemerkenswert ist zudem, dass Mahl- und Qualitätsweizen aufgrund der premiumbetonten Ernte nur knapp verfügbar und von den inländischen Mühlen gesucht sind.

Beruhigung beim Roggen

An der Wiener Produktenbörse notierten Premium- und Mahlweizen in der Vorwoche unverändert. Der Preisabstand des heimischen Mahlweizens zur Euronext-Notierung beträgt ungewöhnlich hohe 20 Euro/t. Qualitätsweizen konnte sich beim jüngsten Börsetermin in Wien eine Spur befestigen. Inländischer Mahlroggen gab zwar um fünf Euro/t nach, blieb aber mit 185 Euro/t immer noch teurer als Qualitätsweizen und – ab Station – auch über der einschließlich Transportkosten ausgedrückten Mahlroggennotierung für Einfuhren aus dem EU-Raum. Beobachter spielen die Kursänderung beim Mahlroggen als „ganz normales Zittern der Tachonadel“ herunter.

Nassmaiskampagne gestartet

Agrana Stärke startete in den vergangenen Tagen die Nassmaiskampagne. Diese Woche werden dafür frei Werk und auf Basis 30 % Feuchtigkeit Netto-Erzeugerpreise von 110,30 Euro/t geboten. Damit schlagen sich die heuer auch beim Mais zu erwartenden Mindererträge ebenfalls in höheren Erzeugerpreisen nieder – zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres lagen sie bei 95,60 Euro/t. Agrana übernimmt Nassmais auch an einigen Rübenplätzen; dort zahlt man netto 105,30 Euro/t. Jungbunzlauer solle dieser Tage folgen, wobei frei Zitronensäurewerk Pernhofen ähnlich hohe Erzeugerpreise im Bereich von 110 Euro/t im Gespräch sein sollen.

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