Gmundner Milch – Bonus Malus-System zur Liefermengenstabilisierung

Ab 1. März gilt für Milchlieferanten der Gmunder Milch ein Preissystem mit Zuschlägen bei Unterlieferung und Abschlägen bei Überlieferung, dies hat der Vorstand der Genossenschaft am 24. Feburar 2016 beschlossen.

Österreichs drittgrößte Molkerei, die Gmundner Milch, führt mit Wirksamkeit ab 1. März 2016 ein Bonus Malus-System zur Abrechnung der von den rund 2800 Genossenschaftsmitgliedern angelieferten Milch ein, dies hat der Obmann des Unternehmens Josef Fürtbauer im Anschluss an die Beschlussfassung in der Vorstandssitzung vom 24. Februar gegenüber der Austria Presse Agentur bestätigt.

Basispreis von 27 Cent/kg ab 1. März

Ausgangsbasis für das neue Bezahlmodell soll demnach die im Jahr 2015 durchschnittlich pro Monat angelieferte Milchmenge eines jeden Produzenten sein. Als Basispreis wird bei der Gmunder Milch ab 1. März ein Netto-Milchpreis von 27 Cent/kg gelten.

• Bei Unterlieferung gilt ab fünf Prozent Mindermenge ein Zuschlag von einem Cent/kg; ab zehn Prozent Unterlieferung beträgt der Zuschlag zwei Cent pro Kilogramm.
• Bei Überlieferung gilt ab fünf Prozent ein Abschlag von zwei Cent/kg und ab zehn Prozent Überlieferung ein Abschlag von vier Cent/kg.
Die Zu- und Abschläge beziehen sich auf die jeweils gesamte Anlieferungsmenge der betreffenden Abrechnungsperiode.

Der Entscheidung für die Bonus Malus-Regelung gingen bei der Gmundner Milch breit angelegte Mitgliederversammlungen voraus. “Es war kein leichter Beschluss”, sagte der Gmundner-Milch-Obmann gegenüber der APA mit Verweis auf das “Österreich- und EU-weite Problem” zu hoher Milchmengen. Schlussendlich haben die 40 gewählten Genossenschaftsfunktionäre den Beschluss aber einstimmig bis auf Widerruf gefasst. In ein paar Monaten werde man das Modell bestimmt evaluieren, sagte Fürtbauer.
H.M.

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