Heute, 27. Oktober, ist der heimische Bioenergy Day

Österreich kann bis Jahresende mit Bioenergie versorgt werden.

Mit 78 Prozent ist die Wärmenutzung das zentrale Einsatzgebiet für die heimische Biomasse, gefolgt von Biotreibstoffen mit 14 Prozent und Ökostrom und Biogas mit acht Prozent. Foto: agrarfoto.com

Bioenergie ist Europas führende erneuerbare Energiequelle. Laut Eurostat-Daten und   Berechnungen des Europäischen Biomasse-Verbandes (AEBIOM) liefert heuer die Bioenergie elf Prozent (%) des Endenergieverbrauchs. Wasserkraft, Wind, Sonne sowie Geothermie produzieren gemeinsam weitere 7%, den Rest von 82% stellen immer noch die fossilen Energieträger bereit. 66 Tage lang könnte die EU nur mit erneuerbaren Energien versorgt werden, 41 davon alleine mit Bioenergie. Ab dem 21. November bis zum Jahresende ist die Versorgung mit Bioenergie gesichert. In Österreich ist der Stichtag bereits am 27. Oktober (66 Tage), also am gleichen Tag ab dem die EU nur mehr mit allen Erneuerbaren versorgt wird. Damit rangiert Österreich im EU-Vergleich an achter Stelle. Spitzenreiter ist Schweden mit dem 21. August. Im Bundesländervergleich ist die längste Einsatzdauer der Bioenergie in Kärnten mit 117 Tagen vorhanden, gefolgt von Burgenland mit 102 Tagen und von Salzburg mit 95 Tagen.

Bioenergie reicht bereits für 66 Tage

Grafik: Österreichischer Biomasse-Verband

Bioenergie ist die führende erneuerbare Energiequelle in Österreich (55% Anteil). Dies zeigt sich auch in der theoretischen Reichweite von 66 Tagen. Im Vergleich reicht die Energie aus Wasserkraft für 37 Tage, jene aus Photovoltaik für 22 Stunden. Allein die Biotreibstoffe repräsentieren acht Tage – etwas mehr als Windkraft, PV und Umgebungswärme zusammen. Öl hat eine rechnerische Reichweite von 121 Tagen und Erdgas von 75 Tagen. „Unser Ziel ist es, bis 2030 Öl als bedeutendste Energiequelle zu überholen. Voraussetzung ist die Reduktion der klimaschädlichen fossilen Energiequellen, die Erhöhung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs ist wesentlich – halbiert sich dieser, verdoppelt sich der Anteil der Erneuerbaren. Gemeinsam mit allen Erneuerbaren könnten wir demnach im Jahr 2030 220 Tage ohne fossile Energiequellen auskommen“, rechnet Josef Plank, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes vor.
Der energetische Endverbrauch der Bioenergie in Österreich ist zwischen 2005 und 2015 um 54% gestiegen. Mit 78% ist die Wärmenutzung das zentrale Einsatzgebiet für die heimische Biomasse, gefolgt von Biotreibstoffen mit 14% und Ökostrom und Biogas mit 8%. Die Bioenergie ist auch der wichtigste Arbeitgeber und Umsatzbringer unter den Erneuerbaren. Mit mehr als zwei Milliarden Euro und einem Anteil von 30% leistet er den größten Beitrag zum Gesamtumsatz der Erneuerbaren. Fast jeder zweite Arbeitsplatz in der Erneuerbaren-Szene ist im Bereich der Biomasse-Nutzung angesiedelt.

Die Homepage des Bioenergy Day (in Englisch) enthält 41 Kurzgeschichten aus ganz Europa zum Thema Bioenergie und ein Rätselspiel mit dem User Ihr Wissen bezüglich der europaweiten Energiewende testen können. Das Ziel ist, Experten und Neugierige eine neue Perspektive zum Thema Bioenergie zu geben. Der Bioenergy Day ist eine Initiative des Europäischen Biomasse-Verbandes.

 

- Bildquellen -

  • Reichweite Energietraeger Tage: © Österreichischer Biomasse-Verband
  • Heizen Mit Holz 12 ID70902(1): © agrarfoto.com
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