Hitze und Trockenheit minderten die Getreideernte 2017

Für stabile Preisangaben bleibt noch die Maisernte abzuwarten.

Die Erträge der diesjährigen Getreideernte werden nach Schätzungen der Agrarmarkt Austria (AMA) um 22 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Getreideproduktion (ohne Mais) wird auf rund 2,8 Mio. t geschätzt und liegt somit rund 800.000 t unter dem guten vorjährigen Erntejahr.
Gründe dafür sind einerseits die Trockenheit und andererseits der Rückgang der österreichischen Getreideanbaufläche auf ein Rekordtief. Die Anbaufläche betrug im Jahr 2017 556.638 ha und schrumpfte damit um 22.896 ha gegenüber 2016.

Die Preise werden nicht in große Höhen gehen, prognostizierte Christian Gessl, AMA-Abteilungsleiter Marktinformation. Allerdings sind die internationalen Börsenkurse noch nicht stabil, da noch die Ernteergebnisse aus einigen Anbauregionen, wie beispielsweise Deutschland, sowie die Ergebnisse der Maisernte fehlen. Die Notierungen in Paris bewegen sich derzeit deutlich unter den Höchstwerten der vergangenen zwei Jahre, wobei Weizen und Raps eine leichte Preissteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen.

Bei der Herbsternte werden für Mais, Sonnenblume, Sojabohne und Zuckerrübe aufgrund der Trockenheit ebenfalls geringere Erntemengen erwartet. Franz Stefan Hautzinger, Vorsitzender des AMA-Verwaltungsrates, erklärte: „Die Niederschlagsmengen und Temperaturen der nächsten Wochen werden darüber entscheiden, ob die Arbeit der Bauern belohnt wird.“

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  • Mais Ernte: © Agrarfoto.com
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