Holzmarkt – Aufschläge für Frischholz

Nadelsägerundholz ist derzeit gut nachgefragt. Der Markt geht mit stabilen Preisen in das neue Jahr 2017.

Bei durchwegs hohem Einschnitt sind die Sägewerke weiterhin gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Das Kalamitätsholzaufkommen im Inland ist stark rückläufig, weshalb die Nachfrage vor allem nach frischen Qualitäten gut ist. Alle Standorte sind ausreichend aufnahmefähig, die Holzabfuhr aus dem Wald erfolgt zügig. Revisionsstillstände über die Weihnachtstage werden kürzer ausfallen als in den Vorjahren. Die Preise für das Leitsortiment der Fichte B, 2 b haben sich weiter gefestigt. Die Preisspanne liegt zwischen 89 Euro/fmo in NÖ und 92 Euro/fmo in Oberkärnten (Preisangaben exkl. MwSt.). Mancherorts werden für Frischholzlieferungen Prämien bis zu zwei Euro geboten. Die Lärche hält ihr sehr gutes Preisniveau, bei Weiß- und Schwarzkiefer sind durchschnittliche Qualitäten schwierig abzusetzen.
Am Laubsägerundholzmarkt ist vor allem die Eiche in allen Qualitäten rege nachgefragt. Die Preise haben gegenüber dem Vorjahr deutlich angezogen. Der Absatz von Rotbuche für Bahnschwellen verläuft weitgehend stabil. Bei den Buntlaubhölzern beschränkt sich die Nachfrage nur auf beste Qualitäten. Die von den Waldverbänden organisierten Wertholzsubmissionen finden am 26. Jänner 2017 in St. Florian bei Linz bzw. am 30. Jänner 2017 im Stift Heiligenkreuz im Wienerwald statt.
Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz aus dem Inland ist durch die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie trotz guter Bevorratung gegeben. Der Absatz ist im Rahmen der Verträge gewährleistet. Die Zufuhr ist teilweise kontingentiert, Waldlager konnten zum Großteil abgebaut werden. Die Papierindustrie ist verstärkt um Zweijahresverträge bemüht, bei kürzeren Abschlüssen muss mit Preisabschlägen gerechnet werden. Rotbuchenfaserholz wird bei ebenfalls guter Bevorratung zu stabilen Preisen nachgefragt.
Am Energieholzmarkt sind die Preise auf niedrigem Niveau stabil.
LK Österreich

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