Die Landjugend NÖ und der Arbeitskreis „Netzwerk Jugend“ von Forum Land haben eine gemeinsame Plattform zur Kommunikation für die ländliche Jugend initiiert und luden zum Jugend-Talk ein.

Außenminister richtet Fokus auf ländliche Jugend

Bei der ersten gemeinsamen Diskussionsveranstaltung im Francisco Josephinum (FJ) in Wieselburg hatten rund 500 junge Zuhörerinnen und Zuhörer die Möglichkeit, direkt mit Spitzenfunktionären der Politik in Kontakt zu treten. Themen mit tagespolitischer Aktualität sowie gesellschaftlichen Fragen wurde dabei genau so viel Raum gegeben, wie den Vorschlägen zur nachhaltigen und zukunftsorientierten Weiterentwicklung des ländlichen Raums. Für Außenminister Sebastian Kurz haben diese Punkte hohe Priorität. „Die Politik hat verstanden, dass wir innovative Ideen und kreative Köpfe in Österreich brauchen“, so Kurz.

Zusätzlich zu den bereits medial breit diskutieren Themen Flüchtlingskrise und Zukunft der Europäischen Union waren auch die Russlandsanktionen ein brisantes Thema. Die Politik müsse wieder Vertrauen in Europa aufbauen und bei den Sanktionen sei  ein System des Ansporns besser als ein System der Bestrafung, so Kurz und fügte erklärend hinzu, dass positiven Entwicklungen vor Ort eine schrittweise Lockerung der Sanktionen folgen sollte. Bei den Fragen im Blick auf zukünftige Entwicklungen wurde in Wieselburg auch über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert.„Die Digitalisierung verändert, wie wir leben, arbeiten und lernen. Wir brauchen Mut, gute Rahmenbedingungen für den Unternehmergeist und müssen Bildungseinrichtungen dazu schaffen“, stellte Sebastian Kurz fest.

„Die Digitalisierung verändert, wie wir leben, arbeiten & lernen.“
SEBASTIAN KURZ

In dieselbe Kerbe schlug LR Stephan Pernkopf, der die Perspektiven für die Jugend im Ländlichen Raum vor allem in der Ausbildung sieht: „Bildung ist der entscheidende Faktor für die Zukunft – auch in der Landwirtschaft.“ Pernkopf bekräftigte, dass es in Österreich agrarische Fachhochschulstudiengänge brauche und dass dafür „am Standort Wieselburg mit dem Francisco Josephinum bereits höchste Kompetenz vorhanden“ sei.

Bildung stellt auch einen wesentlichen Eckpfeiler in der Vereinsarbeit der NÖ Landjugend dar. „Unsere Mitglieder absolvieren jährlich über 15.000 Bildungsstunden in Form von Seminaren und Workshops, wie zum Beispiel Rhetorikseminare oder Veranstaltungsrechtschulungen. Die Landjugend NÖ zeichnet sich aber auch durch ihr ehrenamtliches Engagement in den Gemeinden aus. „Durch unseren Projektmarathon wurden in den letzten Jahren über 500 gemeinnützige Projekte umgesetzt und betreut“, erklärten Anna Haghofer und Gerald Wagner. Mit mehr als 19.000 Jugendlichen leiten Haghofer und Wagner eine der größten Jugendorganisationen in NÖ.

„Unsere Jugend bestimmt unsere Zukunft“, sagte Harald Hochedlinger, der Vorsitzende des neu gegründeten Forum-Land-Arbeitskreises „Netzwerk Jugend“. „Wir wollen mitreden und neue Impulse geben, um den ländlichen Raum auch für die kommenden Generationen lebenswert zu gestalten“, so Hochedlinger.

Den Abschluss fand die gelungene Veranstaltung beim Plaudern am Buffett, welches von der Landjugend professionell betreut und von der NV finanziell unterstützt wurde.

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  • 13 01 14 17 NO[3]: © FORUM LAND/THEO KUST
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