Jungbauern-Obmann Broidl: „Enge Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsministerium von zentraler Bedeutung“

V. l. n. r.: Bundesobmann-Stv. Martin Öhler, Bundesobmann-Stv. Friedbert Rumpold, Bundesobmann-Stv. Amanda Raich, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, Präsidiumsmitglied Sandra Uschnig, Bundesobmann Franz Xaver Broidl und Generalsekretär Andreas Kugler. Fotonachweis: BMNT / Paul Gruber

Zu einem Arbeitsgespräch und gemeinsamen Austausch lud Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger das neue Präsidium der Österreichischen Jungbauernschaft, angeführt von Bundesobmann Franz Xaver Broidl. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen dabei die zentralen Forderungen und Themenschwerpunkte der Jungbauernschaft, mit rund 50.000 Mitgliedern die größte politische Interessenvertretung für junge Bäuerinnen und Bauern im Bundesgebiet. „Die derzeit laufenden Verhandlungen rund um die zukünftige Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind richtungsentscheidend – für die Landwirtschaft in Österreich und in Europa“, betonte Broidl zu Beginn des Treffens.

Junge Bäuerinnen und Bauern brauchen optimale Rahmenbedingungen

„Ein Schwerpunkt der GAP-Verhandlungen liegt völlig zu Recht auf dem Generationenwechsel in der Landwirtschaft. Nur mit den entsprechenden Rahmenbedingungen können die jungen Bäuerinnen und Bauern ihre vielfältigen Aufgaben und ihre Verantwortung – Stichwort Versorgungssicherheit – erfüllen“, bekräftigte Broidl und verwies dabei auch auf die notwendige Berücksichtigung im EU-Agrarbudget. Gefordert werden unter anderem die Beibehaltung der Top-up-Zahlungen für Junglandwirte sowie die Erhöhung der Pauschalzahlungen bei der Existenzgründungsbeihilfe.

Vonseiten des Landwirtschaftsministeriums und Ministerin Köstinger, von 2007 bis 2012 selbst Bundesobfrau der Jugendorganisation, gab es für die Forderungen und Anliegen der Jungbauernschaft volle Unterstützung: „Österreichs Landwirtschaft ist die jüngste in Europa. Unser Ziel muss es sein, diese Vorreiterrolle weiterhin einzunehmen und noch auszubauen.“

Digitalisierung und Herkunftskennzeichnung als Schwerpunktthemen

Ein besonderer Fokus des Bundesministeriums und der Jungbauernschaft liegt im kommenden Jahr auf den Themen Digitalisierung und Herkunftskennzeichnung. „Um die Vorteile der Digitalisierung nutzen zu können braucht es eine starke Verankerung in der Aus- und Weiterbildung. Allgemein haben wir in diesem Bereich noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten, bieten sich doch gerade für unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft eine Vielzahl an Chancen“, ist Broidl überzeugt.

Große Unterstützung erfährt auch die geplante Umsetzung einer gesetzlich verankerten Herkunftskennzeichnung bei landwirtschaftlichen Produkten, wie sie auch im Regierungsprogramm verankert wurde. „Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen sich noch transparenter und bewusster für österreichische Lebensmittel entscheiden können“, unterstrich Broidl dieses Anliegen und verwies dabei auch auf die aktuelle Kampagne von Landwirtschaftskammer und Bauernbund.

Junge Menschen für Landwirtschaft begeistern

„Die Jungbauernschaft zeichnet sich seit vielen Jahren als starke Interessenvertretung und Sprachrohr für die jungen Bäuerinnen und Bauern in diesem Land aus. Wir werden weiterhin intensiv zusammenarbeiten, um die Anliegen der jungen Landwirtschaft bestmöglich durchzusetzen“, so Köstinger zum Abschluss des Gesprächs.

Das gesamte Präsidium sicherte  Köstinger die volle Unterstützung für ihre agrarische Arbeit zu: „Gemeinsam muss es unser Ziel sein, noch mehr junge Menschen für die Landwirtschaft zu begeistern und die Lebens- und Arbeitsumstände der Jungbäuerinnen und Jungbauern zu verbessern. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium ist dafür von zentraler Bedeutung“, sagte Broidl abschließend.

Die Österreichische Jungbauernschaft ist mit rund 50.000 Mitgliedern die größte politische Interessenvertretung für junge Bäuerinnen und Bauern im Bundesgebiet.

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  • Gruppenfoto BM Köstinger JB Präsidium ©BMNT Paul Gruber: BMNT / Paul Gruber
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