Kartoffelmarkt KW 17/2019: Bei festkochenden Erdäpfeln dürfte die Saison mit dem Osterwochenende zu Ende sein

Von den Osterfeiertagen gingen neue Impulse für die Vermarktung von Kartoffeln in NÖ aus. Der Absatz legte zwar sowohl bei alterntigen als auch bei Frühkartoffel zu, durch die höhere Verfügbarkeit war das Mengenplus bei der Frühware aber deutlich ausgeprägter. Mengen aus der heimischen Ernte 2018 sind kaum mehr vorhanden. Mit Ende der Woche werden weitere Vermarkter mit österreichischer Ware fertig werden. Das Angebot von Importware im Lebensmitteleinzelhandel wird weiter zunehmen. Dabei sind auch Kartoffel aus Frankreich für die Händler immer schwieriger zu bekommen, da in ganz Europa Interesse an dieser Ware besteht. Die Preise für importierte Kartoffel sind daher stark gestiegen. Für die Restmengen an heimischen Kartoffeln bleiben die Preise ohne Änderung. In NÖ werden Speisekartoffeln meist um 25 Euro/100 kg übernommen. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 30 Euro/100 kg zu erzielen.

Deutschland

In Deutschland dominieren in der Kartoffelvermarktung mittlerweile die Frühkartoffel aus Ägypten. Deutsche Lagerware ist nur in Niedersachsen noch in größerem Umfang verfügbar. Notierungspreise für alterntige Ware werden mangels Umsätzen in den meisten Regionen daher nicht mehr veröffentlicht. Auf hohem Niveau bleiben mit 64 bis 69 Euro/dt die Preise für Frühkartoffel aus Ägypten. Seit Vermarktungsbeginn sind die Preise hier eher gestiegen als gefallen. Auch nach Ostern wird mit keiner Preisänderung gerechnet, da die Importware sehr gefragt ist und keine Konkurrenz durch Lagerware besteht.

Marianne Priplata-Hackl

 

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