Kartoffelmarkt KW 24/2019: Knappes Angebot stabilisiert Frühkartoffelpreise

Der heimische Frühkartoffelmarkt präsentiert sich in ungewöhnlich stabiler Verfassung. Hauptgrund ist das anhaltend knappe Angebot. Die Hektarerträge bewegen sich in Ostösterreich weiterhin nur um rund 20 Tonnen. Zwar schaut der Knollenansatz heuer überall sehr vielversprechend aus, es fehlt den Knollen aber einfach noch immer an Größe. Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen von über 30 °C hält sich das Wachstum in Grenzen.
Dem eingeschränkten Angebot steht eine rege Nachfrage gegenüber. Entsprechend gut konnten sich die Preise behaupten. In Niederösterreich und im Burgenland blieben die Preise zu Wochenbeginn auf dem Vorwochenniveau von meist 40 bis 45 Euro/dt. In Oberösterreich haben letzte Woche auch die Erntearbeiten begonnen. Bei den unter Vlies produzierten Frühkartoffeln waren die Hektarerträge mit rund 30 Tonnen schon einigermaßen respektabel. Die ersten Heurigenpreise lagen hier noch bei 50 Euro/dt.

Deutschland: Ware dringend gesucht

Am deutschen Speisekartoffelmarkt dominierten in der zurückliegenden Woche noch importierte Frühkartoffeln. Mengenmäßig bedeutendste Herkunft blieb Spanien, zudem gibt es auch Ware aus Portugal, Ägypten, Israel, Italien und Zypern. Die Mengen sind generell sehr überschaubar und die Händler leben derzeit noch von der Hand in den Mund. Die Preise blieben gegenüber der letzten Woche unverändert und liegen meist zwischen 75 und 80 Euro/dt. Vor diesem Hintergrund werden schon dringend deutsche Frühkartoffeln gebraucht. Bis schalenfeste Ware in größerem Umfang zur Verfügung steht, dauert es noch eine gute Woche. Das hat dazu geführt, dass im Südwesten Deutschlands bereits losschalige Frühkartoffeln geerntet werden. Die Erzeugerpreise lagen dafür bei 73 bis 75 Euro/dt.

Martin Schildböck

 

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