Moosbrugger verteidigt landwirtschaftliche Direktzahlungen

Öpul-Mittel sind Abgeltung für erbrachte Leistungen

Die Leistungen in der Bewirtschaftung der Berglagen werden mittels Öpul honoriert. FOTO: Agrarfoto.com/Mag. Andrea Jungwirth

“Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen Zahlen öffentlich ein falsches Bild erzeugt wird, wenn es um die Landwirtschaft geht. Der Agrarsektor ist eigentlich der einzige im EU-Rahmen vergemeinschaftlichte Bereich. Einer der Hauptgründe für die Gründung der damaligen EG und ihre gemeinsame Agrarpolitik war es, für die Bevölkerung Europas eine ausreichende Ernährung sicherzustellen. Rechnet man den österreichischen Anteil am heutigen EU-Agrarbudget herunter, so macht dieser nicht einmal ein Prozent (%) des gesamtösterreichischen Haushalts aus. Soviel sollten uns die Landwirtschaft und deren Erzeugnisse schon wert sein”, stellte der LKÖ- und LK Vorarlberg-Präsident Josef Moosbrugger in einer Aussendung fest. Er bezog sich dabei auf Forderungen von Landespolitikern, die agrarischen EU-Direktzahlungen vor allem an Umwelt- und Naturschutzleistungen zu binden.

“Die landwirtschaftlichen Direktzahlungen haben sehr wohl einen gesellschaftlichen Hintergrund. Sie ermöglichen es, dass Lebensmittel in hoher Qualität und für jedermann leistbar und verfügbar sind. Die österreichischen Haushalte geben nur mehr elf Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Lebensmittel aus, Tendenz fallend. Da liegt das wahre Problem. Nahrungsmittel werden unter höchsten Qualitäts- und Produktionsauflagen produziert und oft unter ihrem tatsächlichen Preis verkauft”, gab der LK-Präsident zu bedenken.

“Die besonderen Leistungen, die im Österreichischen Umweltprogramm Öpul abgegolten werden, bewirken einen Mehrwert in Bezug auf Lebensqualität, hochwertige Nahrungsmittel und intakte Umwelt. Diese Abgeltungen orientieren sich an der erbrachten Leistung und der eingebrachten Fläche. Zusätzlich – und das ist in einem Berggebiet wie Vorarlberg enorm wichtig – werden die Leistungen in der Bewirtschaftung der Berglagen honoriert”, argumentierte Moosbrugger.

“Ein notwendiger Schritt wäre es, für die verordneten Natura-2000-Gebiete auch eine Abgeltung aus dem Umweltbudget zu zahlen. Nur anzuordnen und immer mehr Leistungen zu verlangen, andererseits aber allfällige Abgeltungen einem bereits jetzt vor Kürzungen stehenden Landwirtschaftsbereich überlassen zu wollen, damit macht es sich der Umweltbereich zu einfach. Die Bauern wollen für ihre erbrachten Leistungen anständig honoriert und dafür nicht zu Sozialhilfeempfängern abgestempelt werden”, so Moosbrugger.

AIZ

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