„Müll gelangt bis in den Futtertrog“

Aludosen, Flaschen und Kunststoffabfälle, die am Wegesrand liegen - dieses Landschaftsbild ist inzwischen in Tirol weitverbreitet. Gegen die Umweltverschmutzung will LAbg. Martin Mayerl, Umweltsprecher der Tiroler Volkspartei, vorgehen. Damit kämpft er nicht nur gegen finanzielle Belastungen und eine schmutzige Umgebung an, er will auch das Tierwohl und die hohe Lebensmittelqualität Tirols sichern.

„Es ist ein Wahnsinn, wie unverantwortlich die Menschen mit ihrem Müll umgehen“, ärgert sich der Bauernbund-Abgeordnete Martin Mayerl über die Verschmutzung der Landschaft. Dem VP-Umweltsprecher ist klar: So kann es nicht weitergehen.

Mehrweg statt Einweg

Aus diesem Grund bringt Mayerl gemeinsam mit dem Grünen-LAbg. Georg Kaltschmid einen Landtagsantrag ein, der die Förderung von Mehrwegverpackungen bzw. die Einführung eines Pfandsystems für Getränkeverpackungen vorsieht. Eine stärkere Förderung von Mehrwegverpackungen bzw. eine Forcierung der Kooperation mit Handel, Gastronomie und Herstellern zur Reduktion von Einweggebinden sollte ebenso mit Nachdruck vorangetrieben werden. Der Umwelt zuliebe muss auch gegen das „Littering“, das achtlose Wegwerfen von Müll, vorgegangen werden. Die weitreichenden Reinigungsarbeiten kosten Tirol über drei Millionen Euro im Jahr, bundesweit kommt man sogar auf eine Summe von 15 bis 20 Millionen Euro.

Vieh verendet qualvoll

Doch nicht nur der finanzielle Aspekt und die Auswirkungen auf die Umwelt sind bedenklich. In der Landwirtschaft zeigen sich die Auswirkungen des „Litterings“ besonders deutlich am Gesundheitszustand der Tiere. „Die Verpackungsteile werden durchs Mähen zerkleinert und gelangen somit in das Viehfutter. Massive Schäden am Tier können die Folge sein – oft auch mit tödlichem Ausgang“, warnt Martin Mayerl. Die Kleinteile des Abfalls fügen den Tieren innere Verletzungen zu und bereiten ihnen qualvolles Leiden.

LAbg. Martin MayerlQuelle: Tanja Cammerlander
LAbg. Martin Mayerl

„Man muss sich bewusst machen, dass die bäuerlichen Felder zur Lebensmittelproduktion genutzt werden und wir die Konsequenzen der Verschmutzung auch als Verbraucher spüren“, so Mayerl. Dies gelte auch für Gassisackerln, die in den grünen Wiesen entsorgt werden und beim Vieh ebenso gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Es müsse ein Umdenken stattfinden, so der Umweltsprecher. Einen ersten Schritt plant die Bundesregierung mit dem Verbot von Plastiksackerln. „Es geht um die Gesundheit – die der Tiere, aber auch unsere eigene“, schließt Mayerl.

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