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An der Wiener Produktenbörse ging die obere Notierung von
Premiumweizen vorige Woche leicht zurück und zog diese Woche, wie auch jene von Qualitätsweizen
wieder an. Anscheinend gibt die aktuelle Wetteranlage Anlass zur Sorge im Hinblick auf die Qualität der neuen Ernte.Das aufgeregte Kursgewitter der Weizenterminkurse an der Pariser Warenterminbörse Euronext.Liffe ist am österreichischen Kassamarkt weitgehend ohne Spuren vorübergegangen.
Intervention endet
Mit dem nahenden Ende der letzten Interventionsperiode für Gerste lief auch der freie Markt aus. Mangels Umsätzen stellte daher die Wiener Produktenbörse vorigen Mittwoch die Futtergerstennotierung auf "nominell". Am 31. Mai endete die Interventionsperiode 2009/10, wobei letztmalig Gerste an die öffentliche Lagerhaltung angedient werden konnte. Kommendes Wirtschaftsjahr wird dies nur mehr für Weizen – und auch hier stärker als bisher eingeschränkt – möglich sein.
Die Agrarmarkt Austria wies Ende voriger Woche einen Stand der Interventionsandienungen von 39.000 t aus, wovon 33.000 t schon übernommen waren. Da zuletzt noch neue Andienungen eingelangt waren, rechnete man mit einem Endstand von etwa 40.000 t. In Österreich wurde nur Gerste interveniert, und auch in der EU entfällt das Gros der Interventionsankäufe dieser Saison auf Gerste.
Die Maisnotierungen gaben von ihrer Spitze vor vierzehn Tagen etwas nach, es heißt allerdings, der Markt laufe nunmehr mit regelmäßigen Umsätzen kontinuierlich und die Verarbeiter hätten sich von ihrer "Stop and go"-Politik der bisherigen Vermarktungssaison verabschiedet.
Auch der Ölsaatenmarkt läuft wieder. Nach dem Ausfall der Ölmühle Mannheim haben die Warenströme offensichbar wieder neue, halbwegs geregelte Bahnen gefunden.
Christian Posekany, AIZ
(Aktualisiert am 2. Juni 2010)


