Gahr verlangt auch von Gastronomie Lebensmittelkennzeichnung

Der ÖVP-Abgeordnete Hermann Gahr fordert, dass auch die Gastronomie ihre Lebensmittel kennzeichnen muss. Es geht ihm dabei nicht darum, Imitatprodukte oder ausländische Lebensmittel schlecht zu machen, sondern viel mehr darum, dass regionale Lebensmittel positiv hervorgehoben werden.
Gahr Hermann neu.jpg © BZ-ArchivGrößer Dass höchste Eile geboten ist, liegt nach Gahrs Meinung auf der Hand: "Immerhin werden 50 Prozent unseres Fleischverbrauchs - 45 Prozent dieses Fleisches kommen aus dem Ausland - außer Haus und somit in der Gastronomie konsumiert. Ähnlich ist die Situation bei anderen Lebensmitteln."
Mittels eines Fünf-Parteien-Antrages ist jetzt Gesundheitsminister Alois Stöger am Zug. Für Gahr gibt es in diesem Zusammenhang zwei Baustellen: "Zum einen muss auf Europäischer Ebene gehandelt werden. Außerdem braucht es Änderungen im österreichischen Lebensmittelbuch".

"Kunstlebensmittel" auf den ersten Blick erkennen
Konkret müssten die Beurteilungskriterien geändert und die Ergebnisse klar und verpflichtet ausgewiesen werden, so dass beim Konsumenten keine Verunsicherung bestehe. "Kunstlebensmittel müssen mit einem Blick erkannt werden", verlang der Tiroler Abgeordnete.
Für Gahr ist auch wichtig, dass im Sinne der Konsumenten der "Gütesiegel-Dschungel" durchforstet wird. "Mit dem AMA-Gütesiegel haben wir eine bestens eingeführte und streng kontrollierte Marke. Darauf sollte man aufbauen und nicht jede Woche ein weiteres Siegel einführen", betont Gahr.

24.11.2009