Größer
Zum saisonüblich dünnen Geschäftsfluss kommt offenbar noch dazu, dass
eine zunehmende Anzahl von Lagerhaltern die zurzeit gebotenen
Aufkaufspreise nicht akzeptieren will und "sich auf die Ware setzt".
Somit bleibt der heimische Kassamarkt weiter in Abwartestellung. Zugute
kommt der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber überseeischen Anbietern auf
Märkten wie Italien dagegen die jüngste Abschwächung des Euros
gegenüber dem US-Dollar.Fragezeichen auf dem Maismarkt
In der abgelaufenen Woche wurde auch wieder einmal Industriemais gehandelt. Es dürfte sich aber nur um ein punktuelles Aufflackern des Geschäfts gehandelt haben. Denn man hört, dass sonst die Preisvorstellungen von Anbietern und Interessenten ziemlich weit auseinanderklaffen. Somit herrscht auch hier das Abwarten vor – auch, weil man noch nicht sicher ist, wieweit sich die Maisbilanz wegen des noch unbekannten Verbrauchs in Biogasanlagen tatsächlich als überschüssig darstellen wird. Die vorwöchige Industriemaisnotierung entspricht etwa der Letztnotierung Ende Dezember 2009 plus einem Zuschlag für die Lagerkosten und blieb diese Woche unverändert.
Jetzt bieten auch die Lagerhäuser bis 25. Februar dreijährige Braugerstenkontrakte mit Sortenbindung an. Die gebotenen Preise leiten sich für zwei Tonnen pro Hektar mit einem Abschlag von zehn Euro pro t von der Euronext-Weizennotierung zum Novembertermin des Erntejahres am jeweils letzten Handelstag des Oktobers ab und werden nach unten und oben hin begrenzt.
Christian Posekany, AIZ

