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Im Kampf um Konsumenten und Marktanteile liefern sich Supermärkte und Diskonter immer heftigere Preisschlachten. Wie aus der heute, Dienstag, präsentierten Roll
AMA für das Jahr 2009 hervorgeht, sind die Umsätze mit Frischeprodukten (exklusive Brot) im Lebensmitteleinzelhandel mit 5,311 Mrd. Euro zwar gegenüber 2008 (5,347 Mrd. Euro) nur geringfügig (minus 0,7 Prozent) zurückgegangen, der Anteil der Aktionsware hat aber deutlich zugenommen. "Die allgemeine Preisaktionspolitik bestimmt zunehmend den Markt", analysierten AMA Marketing-Geschäftsführer Stephan Mikinovic und AMA Marketing-Marktforscherin Micaela Schantl die Situation.
Zur Aktionsware Nummer eins entwickelte sich im Lebensmittelhandel (ohne Hofer und Lidl) 2009 Fleisch inklusive Geflügel. 40 Prozent dieser Warengruppe wurden im vergangenen Jahr über Aktionen verkauft, dicht gefolgt von Produkten der sogenannten "Bunten Palette" (Fruchtjoghurt, Milchmischgetränke, Frischedesserts) mit 39 Prozent Aktionsanteil und Fertiggerichten mit einem Aktionsanteil von 36 Prozent. Insgesamt blieb keine Produktgruppe, auch nicht Bioprodukte, von Preisaktionen verschont. Auffällig ist, dass der Aktionsanteil gegenüber 2008 deutlich zugenommen hat – bei Fleisch etwa um sechs Prozentpunkte von 34 auf 40 Prozent.
Dass der Lebensmitteleinzelhandel insgesamt umsatzmäßig weitgehend von der aktuellen Wirtschaftskrise verschont blieb, liegt auch daran, dass Herr und Frau Österreicher zunehmend Essen in den eigenen vier Wänden bevorzugen. Gespart wird eher bei Restaurantbesuchen und auch bei Produkten, die in die Kategorie Verzichtbares fallen. So macht sich etwa die Wirtschaftskrise am deutlichsten in der Bunten Palette bemerkbar. "Gespart wird vorrangig bei den Produkten, die man nicht unbedingt zum täglichen Leben braucht", sagt Marktforscherin Schantl.
Fleisch fällt laut RollAMA nicht unter die Produktgruppen, auf die die Österreicher verzichten möchten. Dass es gern auch teureres Rind- oder Kalbfleisch sein darf, liegt auch daran, dass dem Kochen zu Hause vor dem Außer-Haus-Verzehr der Vorzug gegeben wird. Interessant auch, dass sich der Biomarkt, der mengenmäßig rund sechs Prozent des Gesamtmarktes ausmacht, vor allem im dritten Trimester (September bis Dezember) 2009 auffallend gut entwickelt hat. Dies liegt daran, dass der führende Diskonter Hofer diverse Produkte auf Bioware umstellte. So lag der Anteil der Diskonter am Biomarkt im ersten Trimester 2009 mengenmäßig bei rund 28 Prozent und steigerte sich gegen Jahresende hin auf 37 Prozent.C.D.







