Unterschiedliche Auffassungen bestanden im Ausschuss hinsichtlich der Biotreibstoffe. Während Bauernbund-Abgeordneter Hermann Schultes deren große Bedeutung als Einkommensquelle für die heimische Landwirtschaft hervorhob, äußerte sich Abgeordnete Christiane Brunner von den Grünen aus umweltpolitischen Gründen überwiegend kritisch. Berlakovich sprach sich mit Nachdruck gegen eine Verteufelung der Biotreibstoffe aus und betonte, diese Energiequelle habe in einem gewissen Ausmaß Zukunft, sei andererseits aber keine Antwort auf die Energieprobleme. In Österreich müsse jedenfalls niemand verhungern, weil wir Biotreibstoffe einsetzen. Vielmehr gehe es darum, Absatzkanäle für Produkte zu öffnen, die in Österreich sonst nicht unmittelbar auf dem Markt untergebracht werden können. Ziel sei es, bis zum Jahr 2020 einen Beimischungsanteil von zehn Prozent an Biomasse im Treibstoff zu erzielen, teilte Berlakovich mit.
Beim Thema landwirtschaftliche Einkommen wies Bauernbund-Abgeordneter Franz Eßl auf die Bedeutung der Direktzahlungen hin und sah die Agrarpolitik aufgerufen, den österreichischen Bauern Zukunftschancen auf den Märkten der EU zu sichern.
Berlakovich erinnerte daran, dass sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft seit dem EU-Beitritt 1995 verlangsamt habe und nun als Folge der Wirtschaftskrise voraussichtlich noch weiter gebremst werde.
Mit den Stimmen der Regierungsparteien und der Grünen wurde auch der Bericht über die Maßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft zur Kenntnis genommen, aus dem hervorgeht, dass für das Jahr 2010 für die österreichische Land- und Forstwirtschaft rund 2,2 Mrd. Euro zur Verfügung stehen.







