Wlodkowski: Preissenkungen werden immer auf Landwirte abgewälzt
Nur Gemeinsame Agrarpolitik kann Druck auf Bauernexistenzen mildern.
Agrarpreise dämpfen Inflation
Zwischen 2009 und 2010 sanken die Preise für Obst um neun Prozent, jene für
Gemüse um drei Prozent. Ebenfalls um drei Prozent wurden Molkereiprodukte und Eier
billiger. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse verringerten
sich um einen Prozent. "Auch wenn der Anteil der agrarischen Rohstoffe am
Endpreis des Produkts niedrig ist, schlägt eine Preissenkung dennoch
voll und ganz auf die Bauern durch. Denn sie sind die letzten in
einer Kette, auf die jede Preissenkung abgewälzt wird. Der Handel
zwingt seine Lieferanten, also die Lebensmittelverarbeiter, zu
billigeren Produkten, diese wiederum geben den Preisdruck ungemindert
an die Landwirte weiter. Die Erlöse für agrarische Rohprodukte wie
Milch, Getreide oder Fleisch stagnieren daher seit vielen Monaten",
stellte Wlodkowski fest.
GAP als Basis
"Schon die Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass die Gemeinsame
Agrarpolitik der EU den Landwirten in Österreich existenzielle
Sicherheit geben kann. Daher ist es sowohl auf nationaler als auch
auf EU-Ebene unbedingt notwendig, für eine Agrarpolitik Sorge zu
tragen, die auch in Zukunft ihre Aufgaben erfüllen kann. Bei aller
Notwendigkeit von Sparmaßnahmen darf die Existenz unserer Bäuerinnen
und Bauern und damit die des gesamten ländlichen Raumes nicht aufs
Spiel gesetzt werden", verlangte Wlodkowski. Die Gesellschaft brauche
auch eine Umkehr der Wertigkeiten. Nicht fossile Treibstoffe, die
noch dazu das Klima schädigen, sondern gesunde Lebensmittel müssten
in der Werteskala der Österreicher ganz vorne stehen.
16.03.2010







