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Das internationale Verpackungsunternehmen Tetra Pak prämierte heuer in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur in Wien zum zweiten Mal hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Wald- und Bodenwissenschaften mit dem Tetra Pak Award. Drei Jungwissenschafter können sich über den mit 10.000 Euro dotierten Preis freuen. Überreicht wurde er gestern, Donnerstag, im Rahmen einer akademischen Feier im Festsaal der Boku. "Wir haben uns sehr über die Vielzahl an Einreichungen hochinteressanter und zukunftsweisender Arbeiten gefreut. Umso schwerer ist uns die Auswahl dieser drei Gewinner unseres Awards und des damit verbundenen Preisgelds gefallen.", kommentiert Svend Weidemann, Geschäftsführer von Tetra Pak Danube, die Entscheidung der Jury, die sich aus Experten der Universität für Bodenkultur Wien, der Österreichischen Bundesforste und Tetra Pak zusammensetzt.
Die drei Preisträger
• Der 29-jährige Steirer Gerhard Nachtmann widmete seine Dissertation dem Thema "Ein Wachstumssimulator für Niederwälder". Im Mittelpunkt seiner Arbeit stand die Entwicklung eines Simulators für das Einzelbaumwachstum, der es ermöglicht, verschiedene Bewirtschaftungsszenarien vergleichend zu betrachten. Die Simulationsergebnisse geben Aufschluss über die optimale Bewirtschaftung in Hinblick auf eine maximale Biomasseproduktion.
• Die 25-jährige gebürtige Slowakin Michaela Matlakova beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit dem hoch relevanten und aktuellen Thema "Eschentriebsterben". Es handelt sich hierbei um ein neuartiges, schwerwiegendes Forstschutzproblem, das nach seinem Auftreten in Polen und Litauen seit 2005 nun auch Österreich betrifft. Matlakovas Masterarbeit hat maßgeblich zur Klärung der Ursache des Eschentriebsterbens beigetragen, indem eine Pilzkrankheit identifiziert wurde.
• Der 26-jährige Thomas Leitner aus Weiz (Stmk.), Diplomingenieur der Forstwirtschaft, untersuchte in seiner Diplomarbeit "Funkchoker bei der Seilrückung – Effizienzanalyse und ergonomische Beurteilung" die neueste Innovation bei der Holzrückung in Bezug auf Praxistauglichkeit, Effizienz und Produktivität.
Motivation zu Höchstleistungen
"Durch die Zusammenarbeit mit Tetra Pak ist es uns möglich, unsere Studenten noch stärker zu Höchstleistungen bei der Erstellung ihrer Dissertationen, Diplomarbeiten und Master-Thesen zu motivieren. Neben der fundierten wissenschaftlichen und praxisrelevanten Basis bestechen die prämierten Kandidaten durchwegs auch durch fachliche und soziale Kompetenz.", erläutert Ao. Univ.-Prof. Karl Stampfer, Leiter des Departments für Wald- und Bodenwissenschaften und Projektleiter des Tetra Pak Award, seitens der Boku Wien die Auswahlkriterien.
Tetra Pak ist nicht nur ein weltweit wichtiger Kunde der Forstwirtschaft – die Getränkekarton bestehen zu 75 Prozent aus Holz –, sondern setzt sich laut Weidemann "seit Jahrzehnten für die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wald ein".







