Neustart für das Netzwerk Kulinarik

Das Netzwerk Kulinarik soll die Produkte und Leistungen aus den österreichischen Regionen weltweit noch bekannter und beliebter machen und damit die Wertschöpfung steigern.

Die kulinarische Vielfalt Österreichs präsentierte sich am vergangenen Wochenende am Genussfestival in Wien. Ebenso vielfältig wie die Kulinarik selbst ist in Österreich die Fülle an Initiativen und Projekten, die sich mit Lebensmitteln beschäftigen, darunter auch das Netzwerk Kulinarik. Weil bei jenem Netzwerk und den vielen Initiativen Doppelgleisigkeiten und fehlende Synergienutzung vom Rechnungshof beanstandet wurden, erhielt die AMA Marketing den Auftrag, das Netzwerk Kulinarik neu aufzustellen.

Ideen von der Basis

Diese Mammutaufgabe übernahm Christina Mutenthaler innerhalb der AMA Marketing. Über ein Jahr lang wurden unter ihrer Leitung in den Bundesländern Ideen und Anregungen gesammelt. „Der große Unterschied zum alten Netzwerk ist, dass die Ideen von der Basis kommen. Wir wollten unbedingt alle Erzeuger, Bauern und auch Verarbeiter und Gastronomen mit ins Boot holen“, betonte Mutenthaler zur neuen Strategie.
Insgesamt bestehen mehr als 100 verschiedene Genuss- und Lebensmittelinitiativen in Österreich, die nun alle Zielgruppen des Netzwerks sind. Marken wie Waldland oder auch die EU-Herkunftskennzeichnungen wie Steirisches Kürbiskernöl, bleiben eigenständig bestehen, können aber die Vernetzungsstelle und die sogenannten Cluster des Netzwerk Kulinarik nutzen.

Die Vernetzungsstelle

Die Vernetzungsstelle soll als Koordinierungsplattform für die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Regionen entlang der Wertschöpfungskette dienen. Außerdem will Mutenthaler eine bundesweite Datenbank aufbauen, die etwa für die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung mögliche Bezugsquellen auflistet. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger erklärte dazu: „So können auch Lücken in der Logisitik geschlossen werden. Das Netzwerk Kulinarik soll auch als Serviceplattform verstanden werden, die die nötigen Hilfestellungen leistet.“ Hilfestellung erfolgt auch durch Beratungen und Seminare. So arbeitet etwa der Serviceverein für geschützte Herkunftsbezeichnungen für Lebensmittel (SVGH) unter dem Dach der Vernetzungsstelle und bietet Beratungspakete für interessierte Erzeuger an.

Die Cluster

Neben der Vernetzungsstelle kümmern sich zwei „Cluster“ um die operative Umsetzung. Cluster 1 steht für die Bereiche Produktion, Verarbeitung und Vermarktung den Landwirten zur Verfügung. Cluster 2 behandelt die Anliegen aus den Bereichen Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Tourismus. Die Basis für die Zusammenarbeit soll ein freiwilliges Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem schaffen.
Erklärtes Ziel ist es, Österreich als die Kulinarik-Region Europas zu etablieren. Köstinger: „Ein Drittel aller bäuerlichen Betriebe, also rund 46.000 Landwirte, sind Direktvermarkter. Ihnen bieten wir ein gemeinsames Dach, das alle stärken soll.“
All das lässt sich das Nachhaltigkeitsministerium insgesamt 15 Mio. Euro kosten, die bis zum Ende der Förderperiode im Jahr 2022 in das Netzwerk Kulinarik fließen werden.

Informationen und Kontakt online: www.amainfo.at/kulinarik

 

- Bildquellen -

  • Netzwerk Kulinarik: BMNT/Paul Gruber
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