Österreich zeigte Flagge auf der Fachmesse “Interforst” in München

Österreich präsentierte sich als wichtiges Forst- und Holzland auf der Messe “Interforst”, die von 18. bis 22. Juli in München stattfand. Mit 41 Ausstellern war die Alpenrepublik das zweitwichtigste Ausstellerland. Die “Interforst” ist eine der bedeutendsten Fachmessen der Welt im Forstbereich. Österreich brachte dabei neben der Forsttechnik besonders auch seine Expertise zu den Themen Klimaschutz und Digitalisierung ein.

Österreich war bereits bei der Eröffnung der Messe maßgeblich mit namhaften Repräsentanten wie Josef Plank (Generalsekretär des Landwirtschaftsministeriums), Rudolf Rosenstatter (Vorsitzender der Kooperationsplattform Forst Holz Papier, FHP) und Peter Konrad (Präsident der Österreichischen Forstunternehmer) vertreten. Karl Stampfer (Boku) und Willibald Ehrenhöfer (Direktor des Forstbetriebes Mayr-Melnhof) brachten ihre Expertise als Vortragende zum Thema “Klimafitte Wälder” ein. Der zweite Messetag war schwerpunktmäßig als Österreich-Ländertag ausgewiesen. Stimmungsmäßiges Kommunikationszentrum der Messe war der Stand der österreichischen, deutschen und Schweizer Forstunternehmer und von FHP am Freigelände.

Bewirtschafteter Wald ist klimafit

Der Klimawandel gehört zu den großen Herausforderungen für Wald und Gesellschaft. Der Schlüssel zum langfristigen Schutz der Forste heißt nachhaltige Bewirtschaftung. Nur durch die sorgsame Nutzung der Wälder kann das biologische Gleichgewicht erhalten bleiben und der Wald als möglichst gleichbleibender Kohlenstoffspeicher eine seiner wichtigsten Funktionen erfüllen. Darüber waren sich alle Experten auf der Messe einig. “Dazu braucht es aber auch das Verständnis der breiten Bevölkerung für diese nachhaltige Bewirtschaftung und zwischen allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette Holz”, betonte FHP-Vorsitzender Rosenstatter.

Starker Schulterschluss

Der Forst- und Holzsektor ist ein stark international agierender Wirtschaftszweig. Umso wichtiger ist für diese Branche der Austausch auf internationaler Ebene sowie das Zusammenspiel besonders mit den unmittelbaren Nachbarn. Davon profitieren Ökologie und Ökonomie gleichermaßen. Ein besonders starker Schulterschluss besteht zwischen Österreich und den deutschen Nachbarn. Die Fachmesse bietet heuer wieder die beste Gelegenheit, diesen Schulterschluss weiter zu vertiefen und auszubauen. “Hier auf der ‘Interforst’ ist uns klar vor Augen geführt worden, dass Österreich auch den internationalen Vergleich nicht scheuen muss und in vielen Bereichen sogar eine führende Rolle einnimmt. Wir dürfen zu Recht stolz auf unsere Wertschöpfungskette Holz sein, die immerhin den zweitwichtigsten Außenhandelsfaktor unseres Landes darstellt”, fasste Rosenstatter den österreichischen Messeauftritt in München zusammen.

Digitalisierung und Ausbildung als österreichisches Erfolgsrezept

Die Forst- und Holzwirtschaft kommt schon lange nicht mehr ohne Hochtechnologie und ausgefeilte Technik aus. Die “Interforst” ist ein Spiegelbild dieser rasanten Entwicklung. Österreich ist ein bedeutender Anbieter in diesem Segment und konnte sich in den vergangenen Jahren als Schrittmacher für Forst 4.0 positionieren. Auch mit dem neuen Lehrberuf Forsttechnik konnte ein Meilenstein gesetzt werden. “Immer mehr junge Menschen spüren die Faszination und erkennen die Zukunftstauglichkeit unserer Forstberufe, die wieder modern und begehrt sind. Die Forstwirtschaft ist in einem gänzlichen Wandel begriffen und das ist gut so. Denn nur was sich ändert, bleibt”, betonte Peter Konrad, Bundesvorsitzender der Österreichischen Forstunternehmer in der Wirtschaftskammer (WKÖ).

- Bildquellen -

  • Baum Auf Der Interforst: Interforst/Messe München
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