Rekordschnee: Tausende Maschinenring-Dienstleister im Dauereinsatz

Von Vorarlberg bis Niederösterreich schaufeln, fräsen, räumen tausende Maschinenring Winterdienstleister seit Tagen den Schnee von Straßen, Parkplätzen und Gebäuden. Dabei ist die Solidarität groß: Kärntner und Osttiroler Trupps helfen den Nachbarn aus. Weitere Helfer werden dringend benötigt.

Hilfe aus Kärnten und Osttirol

Seit Mittwoch (9.1.2019) unterstützen 18 Mitarbeiter vom Maschinenring Kärnten ihre Salzburger Kollegen im Pongau und Tennengau. Dachabschaufler aus den Ringen Spittal, Nockberge, Villach-Hermagor und Klagenfurt sind bereits seit Mittwoch in der Früh im Einsatz. Zusätzliche Kräfte werden derzeit vom Landeskoordinator Christian Lippe mit den Verantwortlichen in den einzelnen Maschinenringen aufgestellt und ab Montag (14.1.2019) nimmt dann die doppelte Mannschaft, etwa aus Feldkirchen, den weiteren Kampf mit den Schneemassen auf. Der Maschinenring Salzburg schaufelt mit rund 200 Personen Dächer ab, insgesamt sind 600 Personen in Dauereinsatz.

Osttiroler Mitarbeiter helfen in Kitzbühel aus. Hier sollen nach einer Verschnaufpause am Freitag und Samstag laut ZAMG-Daten weitere 45cm Schnee am Sonntag und Montag fallen. In Tirol halten insgesamt über 500 Maschinenring Dienstleister, großteils Landwirte aus der unmittelbaren Region, Straßen, Gehwege, Bahnsteige und Parkplätze frei und gewährleisten so ein möglichst sicheres Vorankommen.

In Vorarlberg waren einige Gemeinden nicht erreichbar, mittlerweile ist z.B. die Fahrt nach und aus Lech wieder möglich. Die ÖBB-Züge fuhren durchgehend, hier schaufelte der Maschinenring z. B. die Bahngleise frei. Auch hier werden Dächer befreit und der Schnee abtransportiert. Laut ZAMG kommt am Wochenende die nächste Schneeladung. Das gilt beispielweise auch für die Alpen-Ausläufer in der Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich.

In Oberösterreich sind die Maschinenringe Vöcklabruck, Gmunden und Kremstal-Windischgarsten seit Tagen damit beschäftigt, Dächer abzuschaufeln, Straßen zu räumen und Wege durch den hüfthohen Schnee zu fräsen.

Wer in den betroffenen Gebieten selbst helfen möchte kann sich bei seinem Maschinenring im Bundesland melden. Alle Kontaktdaten stehen auf www.maschinenring.at.

Platz für Neuschnee schaffen

Die derzeitigen Neuschneemengen kommen laut ZAMG nur alle 30 bis 100 Jahre vor. Das stellt den Maschinenring vor gewaltige Herausforderungen wie den Abtransport des zusammengeschobenen Schnees: Die großen Mengen führen auf Straßen und Wegen zu beengten Situationen, an Kreuzungen und bei Ausfahrten verschlechtern sie die Sicht. Daher bringen die Winterdienstleister den Schnee schnellstmöglich zu geeigneten Plätzen – auch, um für den weiter angesagten Neuschnee Raum zu schaffen.

Der Maschinenring appelliert an alle Autofahrer, Straßen und Wege nicht zu verstellen, damit die Räumfahrzeuge durchkommen.

Über 7.000 Winterdienstleister

Der Maschinenring arbeitet mit lokalen Landwirten und Personal aus dem ländlichen Raum. Diese über 7000 Männer und Frauen kennen die Gegebenheiten vor Ort und übernehmen alle Aufgaben: Den Räumdienst für Straßen, Gehsteige und Parkflächen, Streudienste oder auch Spezialleistungen wie Tauwetterkontrolle, Dachräumungen oder Schneefräsarbeiten. Jedes Jahr betreuen die Maschinenring Winterdienstleister über 17.000 Kunden, darunter mehr als 1.100 Gemeinden.

Über 80 Geschäftsstellen in ganz Österreich koordinieren und organisieren den Winterdienst 24 Stunden am Tag. Mehrmals täglich werden Witterungs- und Wettersituation analysiert und direkt an die Dienstleister weitergeleitet. Durch diese rasche Vorinformation sind die regionalen Wetterverhältnisse absehbar und die Winterdienstleister können schnell reagieren.

Quelle: Maschinenring Österreich; Informationsstand: 11. Jänner 2019

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