Rupprechter präsentiert „Masterplan für den ländlichen Raum“

Umfassendes Maßnahmenprogramm soll faire Entwicklungschancen für ländlichen Raum sichern

Im Beisein von mehr als 1200 Bürgermeistern, Stakeholdern und Unterstützern präsentierte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter gestern, Dienstag, in Korneuburg (NÖ) gemeinsam mit Vizekanzler Wolfgang Brandstetter, NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl den Masterplan für den ländlichen Raum. Mehr als 3000 Teilnehmer aus ganz Österreich haben seit Jahresbeginn 2000 konkrete Ideen und Maßnahmen für die Zukunft des ländlichen Raums formuliert.

Rupprechter: Mehr Chancengerechtigkeit für unsere Regionen

„Wir brauchen mehr Chancengerechtigkeit für Österreichs Regionen, wir wollen mehr Zukunftsperspektiven für Menschen am Land“, betonte Rupprechter zu den Anliegen des Masterplans, der im bisher größten Bürgerbeteiligungsprozess im ländlichen Raum entstanden ist. In rund 20 Handlungsfeldern entwickelten Teilnehmer und Experten konkrete Perspektiven und Maßnahmen für die Zukunft des ländlichen Raums. Die Bandbreite des von Prof. Peter Filzmaier und Prof. Gottfried Haber wissenschaftlich begleiteten Strategiedokuments reicht von der Digitalisierung bis zur Dezentralisierung, von der Energiewende bis zum Ehrenamt, von der Kinderbetreuung bis zur Kultur, und von Gesundheit bis zu Green Care. „Das beeindruckende Engagement tausender Menschen im Rahmen des Masterplan-Prozesses zeigt, dass wir eine neue Bewegung für´s Land initiiert haben. Starke Regionen sind keine Selbstverständlichkeit, sondern unsere gemeinsame Verantwortung“, so Rupprechter.

Riedl: Gleichwertige Lebensbedingungen für´s Land

Riedl unterstrich bei der Masterplan-Präsentation die Notwendigkeit von mehr Fairness zwischen Stadt und Land und betonte: „Mehr als zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher leben in Gemeinden am Land. Ihre Zukunft muss ganz Österreich mehr wert sein. Genauso, wie alle Menschen in Österreich Zugang zu Strom, Wasser, Abwasserentsorgung oder Straßen haben, genauso brauchen sie einigermaßen gleichen Zugang zu Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie zum Arbeitsmarkt. Man darf infrastrukturell nicht alles auf die Städte konzentrieren.”

Mikl-Leitner: Zukunft in den Regionen erarbeiten

Mikl-Leitner betonte bei der Präsentation, Niederösterreich sei gerne Gastgeber, wenn es um die Zukunft gehe. Sie kündigte ihre volle Unterstützung bei der Umsetzung des Masterplans an. „Viele Schwerpunkte in diesem Masterplan sind auch Schwerpunkte in meiner Landespolitik. Gerade in der Digitalisierung, Deregulierung und Dezentralisierung liegen große Zukunftschancen für zusätzliche Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen. Diese Chancen wollen wir nutzen und Niederösterreich noch lebenswerter machen“, so Mikl-Leitner.

Mit der Präsentation des Masterplans für den ländlichen Raum startet zugleich die Umsetzungsphase. „Bund, Länder und Gemeinden sind jetzt am Ball, um die erarbeiteten Maßnahmen und Anliegen Schritt für Schritt umzusetzen“, so Rupprechter. Tatkräftige Unterstützung gibt es dabei auch von Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll, der als Masterplan-Schirmherr die Umsetzungsmaßnahmen koordinieren wird.

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  • Am Land: © Agrarfoto.com
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