Schweinefleisch-Gipfel: Eigenversorgung sichern

Klare Arbeitsaufträge an die Vertreter der Schweinebranche

Voller Einsatz für die heimischen Schweineproduzenten (v. l.): Walter Lederhilger, VLV, die Landesräte Johann Seitinger, Max Hiegelsberger, Stephan Pernkopf und LK OÖ-Präsident Franz Reisecker ©Land OÖ/Fürtbauer
Voller Einsatz für die heimischen Schweineproduzenten (v. l.): Walter Lederhilger, VLV, die Landesräte Johann Seitinger, Max Hiegelsberger, Stephan Pernkopf und LK OÖ-Präsident Franz Reisecker ©Land OÖ/Fürtbauer
Speziell in schwierigen Zeiten für die Landwirtschaft braucht es ein ehrliches und umfassendes Bekenntnis zu Qualität aus Österreich: “100 Prozent Eigenversorgung mit heimischem Schweinefleisch muss auch in Zukunft sichergestellt werden”, betonte deshalb Agrarlandesrat Max Hiegelsberger bei einem Gipfelgespräch mit den Landesräten Stephan Pernkopf (NÖ) und Johann Seitinger (Stmk.) sowie Branchenvertretern aus den drei Bundesländern.

Die Lage bleibt weiter angespannt

Die Lage in der Tierproduktion bleibt weiter angespannt: “An der Situation wird sich im ersten Halbjahr 2016 wenig ändern”, so Hiegelsberger. Die Erzeugerpreise dürften erst ab Jahresmitte wieder steigen, schätzte der Landesrat.

Bei dem Gipfelgespräch in Wien haben Hiegelsberger, Pernkopf und Seitinger klare Arbeitsaufträge an die Vertreter der Schweinebranche formuliert.

Die Ziele und Kernpunkte im Detail:

  • Die Eigenversorgung mit österreichischem Schweinefleisch muss auch künftig gesichert sein.
  • Mithilfe einer bundesweit gemeinsam entwickelten Strategie soll der gesamte produktionstechnische Sektor auf eine qualitätsvollere Ebene gehoben werden.
  • Dazu werden in den kommenden Monaten Alleinstellungsmerkmale der heimischen Produktion durch die Branchenvertreter erarbeitet.
  • Dem Familienbetrieb als grund- und bodenbezogenem Betrieb, der effizient die von den Konsumenten gewünschte Qualität erzeugt, gilt der volle Einsatz.
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Mit diesen Zielen sei eine brauchbare Arbeitsgrundlage erstellt worden, zeigte sich Hiegelsberger überzeugt und betonte: “Das klare Bekenntnis zu Top-Produkten aus österreichischer Erzeugung stimmt mich positiv. Wenn auch beim Handel und den Kunden das entsprechende Bewusstsein vorhanden ist, können wir gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Landwirtschaft für die nächsten Jahrzehnte abgesichert ist und Fleisch mit Nachvollziehbarkeit und Sicherheit produziert wird.” Für Mitte April ist das nächste Treffen geplant.

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