Schweinemarkt KW 35-36/2018: Ausgewogene Verhältnisse, Versorgungsgrad am Lebendmarkt tendiert aufwärts

Eine für die Jahreszeit nicht unübliche Trendwende charakterisiert aktuell den Markt. Das saisontypische Fruchtbarkeitsverhalten sowie die Tierwohltemperaturen in den Stallungen lassen immer Anfang September die Angebotszahlen am Schlachtschweinemarkt ansteigen. Übersteigt dieses Plus eine gewisse Schwelle entsteht Preisdruck. In Deutschland (+/- 0,00) gab es seitens der Branchenführer zumindest einen verbalen Versuch in diese Richtung. Namhafte Vertreter der deutschen Schlachtbranche begründeten dieses Verhalten mit der wirtschaftlichen Schieflage infolge gescheiterter Versuche, die Preiserhöhungen vom August im Wiederverkauf zu realisieren. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften war jedoch mehrheitlich der Meinung, dass die aktuellen Marktverhältnisse ein Nachgeben der Preise nicht rechtfertigen würden.

 

In Österreich zeigen sich die Verhältnisse ausgewogen. Schlachtreife Schweine sind anhaltend gut nachgefragt, wobei der geräumte Markt eher dem unterdurchschnittlichen Angebot als dem florierenden Fleischgeschäft geschuldet ist. Speziell im Großhandel wird über internationale Dumpingangebote geklagt. Die kühleren Temperaturen lassen die Schweine wieder schneller wachsen, das durchschnittliche Schlachtgewicht ist um ½ kg gestiegen und liegt wieder über 96 kg. Nicht bzw. noch nicht gestiegen sind hingegen die angebotenen Stückzahlen. Vor diesem Hintergrund wurde unverändert notiert.

 

Preise KW 35-36 (Marktbericht vom 30. August 2018):

Mastschweine-Notierungspreis:     1,57 Euro    (=)
Berechnungsbasis:                       1,47 Euro

Zuchten-Notierungspreis:               1,21 Euro  (=)
Berechnungsbasis:                         1,11 Euro

Johann Schlederer, VLV

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