Schweinemarkt 20/21-2017: Lebendmarkt flott, Fleischmarkt auf der Kriechspur

Ö-Börse notiert unverändert. Preisdruck aus dem Fleischmarkt

Auf den EU-Schweinemärkten verknappt sich seit Jahresbeginn das Angebot. Foto: Agrarfoto.com

Am EU-Binnenmarkt sind schlachtreife Schweine in der Mehrheit der Mitgliedsstaaten knapp. In Deutschland beziffern Regionsvertreter das Aufkommen teilweise mit fünf Prozent unter dem saisonalen Durchschnitt, wodurch die Erzeugervertreter trotz Widerstand auf der Fleischseite ein Plus von vier Cent umsetzen konnten.

Für Diskussionen in der deutschen Fleischbranche sorgt die aktuelle Preisknülleraktion eines Diskonters. Mit 2,90 Euro/kg für marinierten Schweinenacken (Schopf) zum Grillen. Die ansonsten nicht fürs Fleischverschleudern bekannte Handelskette will den offensichtlich schwächelnden Schweinefleischkonsum im wahrsten Sinne des Wortes anheizen. Frankreich und Italien melden mit Verweis auf den bevorstehenden Feiertag ausreichende Versorgung und tendenziellen Preisdruck.

Österreich – Bestellungen übersteigen das Angebot

In Österreich liegt trotz bevorstehendem Feiertag zu Christi Himmelfahrt das Bestellvolumen über dem verfügbaren Angebot. Das erhoffte grillfreundliche Wetter leistet hier einen erheblichen Beitrag. Die Schweineschlachtungen bis zur KW 19 liegen um 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Rechnet man das Minus bei den Schlachtgewichten dazu, dürfte die Schweinefleischproduktion für diesen Vergleichszeitraum um ca. fünf Prozent geringer ausgefallen sein. Vor diesem Hintergrund konnte auch die Österreichbörse den Schweinepreis um vier Cent nach oben setzen.

Preise KW 20/11-2017 (Marktbericht vom 18. Mai 2017):

Mastschweine-Notierungspreis:   1,76 Euro (+0,04)
Berechnungsbasis:                     1,66 Euro

Zuchten-Notierungspreis:           1,49 Euro (=)
Berechnungsbasis:                     1,39 Euro

Johann Schlederer; VLV

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