Schweinemarkt 36/37: Lebendangebot wächst, Fleischbranche avisiert Preisdruck

EU-weit steigt das Aufkommen schlachtreifer Schweine. Dies entspricht dem üblichen saisonalen Trend. Die nunmehr kühlere Witterung begünstigt die Wüchsigkeit der Schweine, die Schlachtgewichte steigen spürbar.

Am Fleischmarkt besteht jedoch kaum Bereitschaft zur Aufnahme zusätzlicher Mengen. Deutschland notiert diese Woche unverändert, jedoch planen Großabnehmer, mittels reduzierter Schlachtungen Rückstau und Preisdruck aufzubauen. Frankreich und Spanien schwächeln bereits seit Wochen.

In Österreich fand auch in der abgelaufenen Woche das im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegene Angebot gänzliche Abnahme. Trotzdem zeigt sich die Fleischbranche zurückhaltend. Die Erwartungshaltung auf Absatzimpulse durch zurückgekehrte Urlauber erfüllte sich nicht im gewünschten Ausmaß. Der Schulbeginn und die damit verbundenen Kosten schmälern das Haushaltsgeld, was erfahrungsgemäß besonders Schweinefleisch zu spüren bekommt. Vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Angebots notiert die Ö-Börse bereits zum neunten Mal unverändert auf 1,71 Euro/kg.

Preise KW 36/37-2017 (Marktbericht vom 7. September 2017):

Mastschweine-Notierungspreis:   1,71 Euro (=)
Berechnungsbasis:                     1,61 Euro

Zuchten-Notierungspreis:           1,44 Euro (=)
Berechnungsbasis:                     1,34 Euro

Johann Schlederer; VLV

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