Sozialversicherung im Fokus des Bundesagrarkreises

Die Obfrau der Sozialversicherungsanstalt, Theresia Meier (Bildmitte), mit der Landjugend. Foto: Landjugend Österreich

Zukünftige Veränderungen in der Sozialversicherung standen diese Woche beim Bundesagrarkreis der Landjugend Österreich in Wien im Mittelpunkt. Die Obfrau der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), Theresia Meier, nahm sich die Zeit, den Landjugendlichen die Aufgaben und Leistungen der SVB näherzubringen. Anschließend fand eine angeregte Diskussion darüber statt, welche Aspekte gerade für künftige Hofübernehmerinnen und -übernehmer von entscheidender Bedeutung sind.

„Wir haben die Chance genutzt, uns einerseits über Herausforderungen und Chancen in diesem Bereich zu informieren und sind Theresia Meier für ihre interessanten Ausführungen sehr dankbar. Gleichzeitig war es uns wichtig, ihr auch unsere Anliegen näherzubringen“, betont die Bundesleiterin der Landjugend, Julia Saurwein. „Wir als Landjugend Österreich stehen für Reformen und Veränderungen. Klar ist, dass diese aber Verbesserungen und eine weitere soziale Absicherung der bäuerlichen Familienbetriebe gewährleisten müssen. Gerade punkto Unfallversicherungsschutz ist uns sehr wichtig, dass nicht nur die betriebsführende Person, sondern auch mithelfende Angehörige weiterhin pflichtversichert sind.“

Umfangreicher Versicherungsschutz entscheidend

Besondere Bedeutung misst die Landjugend darin, dass auch künftig die SVB als One-Stop-Shop für alle Sozialfragen wie Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung erhalten bleibt. „Uns ist aber auch wichtig, dass der Versicherungsschutz durch die SVB bei land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten, sowie bei Dienstleistungen im Rahmen der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit bzw. Nachbarschaftshilfe weiterhin einfach und unkompliziert möglich sein muss und langfristig abgesichert bleibt“, unterstreicht der Bundesleiter-Stellvertreter der Landjugend Österreich, Alexander Bernhuber. Weiters verweist er darauf, dass die Landjugend Österreich es für Erhaltenswert findet auch weiterhin „bauernspezifische“ Sicherheitsberatungen sowie Präventions- und Gesundheitsförderangebote der SVB anzubieten.
„Um den aktuellen, sehr umfangreichen und speziell auf die Bedürfnisse unsere bäuerlichen Familienbetriebe zu geschneiderten Versicherungsschutz auch weiterhin anbieten zu können, ist es besonders wichtig, dass die SVB auch weiterhin in Selbstverwaltung bleibt.“, betonte die Obfrau der SVB, Theresia Meier. Dennoch ist es an der Zeit, kleine Schritte hin zu Veränderungen zu machen, erklärte Meier weiter und zeigte sich sichtlich erfreut über die zahlreichen Ideen und Anregungen für ein nachhaltiges Sozialversicherungssystem.

Eine besondere Bedeutung misst die Landjugend auch anderen Maßnahmen und Leistungen bei, die speziell auf die Bedürfnisse von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zugeschnitten sind. Dazu zählen die Ermöglichung von agrarischer Betriebshilfe und deren Rechtssicherheit, die Unterstützung pflegender Angehöriger, Mutterschaftsbetriebshilfe und Wochengeld. Gerade die SVB-Beitragsberechnung nach dem Pauschalsystem unter Berücksichtigung des Einheitswertes und die damit verbundene Sicherstellung eines umfangreichen Versicherungsschutzes, ist für die Landjugend ein wichtiger Faktor, um die Hofübernahme auch in den kommenden Jahren attraktiv zu halten.

Politik gefordert, Leistungen weiterhin abzusichern

„Bei der Diskussion hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine sozialrechtliche und finanzielle Absicherung unserer bäuerlichen Betriebe ist. Die SVB leistet hier tolle Arbeit und sorgt für verschiedenste Eventualitäten vor. Gemeinsam mit der Politik ist sie gefordert, diese Leistungen auch in Zukunft abzusichern – im Sinne unserer bäuerlichen Familienbetriebe und im Sinne der gesamten Gesellschaft“, betont der gesamte Bundesvorstand der Landjugend Österreich. Dieser nutzte gemeinsam mit den anwesenden Mitgliedern die Gelegenheit, das Positionspapier zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu konkretisieren. Dieses soll in den kommenden Wochen wichtigen landwirtschaftlichen Entscheidungsträgern überreicht werden, allen voran Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.

Somit haben zahlreiche agrarisch interessierte Landjugendliche aus ganz Österreich dieses Frühjahr wieder die Chance genutzt, sich beim Bundesagrarkreis über brennende Themen der Branche zu informieren. Gleichzeitig gibt es hier immer die Möglichkeit, mit namhaften Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in Kontakt zu treten und ihnen eigene Anliegen aus der Praxis näherzubringen. Einmal mehr hat die Landjugend Österreich somit ihre wichtige Rolle in Fragen der agrarischen Weiterbildung und Vernetzung demonstriert. Ebenso wichtige land- und forstwirtschaftliche Bildungsveranstaltungen sind die agrarpolitischen Seminare sowie der bäuerliche Jungunternehmertag im Herbst.

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  • Landjugend: Landjugend Österreich
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