Hilfe zur Selbsthilfe ist eine der wertvollsten Formen der Entwick­lungszusammenarbeit. 77 Landjugendgruppen aus ganz NÖ stellten das vergangene Arbeitsjahr unter das Motto der Hilfsbereitschaft und sammelten Spenden für ein Schulprojekt in Tansania. Gemeinsam mit einer österreichischen Hilfsorganisation wird eine Schule mit Internat für 14- bis 18-Jährige errichtet.

Bildung ist der beste Schutz vor Armut

Die Landjugend NÖ hat sich als große Jugendorganisation die Förderung junger Menschen im ländlichen Raum zum Ziel gesetzt. Seit Jahrzehnten betrifft diese Unterstützung neben den zahllosen Projekten in NÖ auch ein Projekt in Afrika.

So möchten die LJ-Sprengel und die LJ-Bezirke gemeinsam dabei helfen, Schülerinnen und Schülern aus einer ländlichen Region in Tansania eine weiterführenden Schulausbildung zu ermöglichen. Neben dem laufenden Jahresprogramm starteten deshalb 77 NÖ Landjugendgruppen einen Spendenaufruf. Es konnten in Summe 35.000 Euro bei zahlreichen Veranstaltungen, Projekten, Aktionen oder dank persönlicher Spenden gesammelt werden. Diese Summe wurde am Tag der Landjugend von LH-Stv. Johanna Mikl-Leitner auf einen Betrag von 50.000 Euro aufgerundet. Die Spenden gehen an die Initiative „Africa Amini Alama“, eine Hilfsorganisation, die vor allem im Bereich Bildung und Medizin in Tansania tätig wird. Mit der gesammelten Summe wird, mit Hilfe der einheimischen Massai, eine Schule mit Internat errichtet.

Der Bau steht unter der Leitung von zwei österreichischen Ärztinnen und soll die Ausbildung sowie Zukunft der ärmeren Familien sichern. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die bittere Armut, sondern auch die Würde und Fähigkeiten der Menschen vor Ort.

Ein spezielles Ausbildungsprogramm, das auf die Bedürfnisse der jungen Menschen zugeschnitten ist, soll zu einer beruflichen Selbstständigkeit der künftigen Absolventinnen und Absolventen führen. Es kann schließlich als Tatsache betrachtet werden, dass Menschen erst eine Perspektive vor Ort haben, wenn sie ein lebenswertes Leben in ihrem eigenen Land führen können.

Das Landjugend-Hilfsprojekt beruht auf einer langjährigen Verbundenheit mit Tansania. Bereits seit dem Jahr 1984 wurden, in Zusammenarbeit mit Friedrich Walterskirchen, Projekte in die Tat umgesetzt. Nach dem Tod von Walterskirchen wurde deshalb die Fortsetzung mit „Africa Amini Alama“ fixiert.

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  • 19-01-13-17 NO: © LANDJUGEND NÖ
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