Strasser: Machbarkeitsstudie und Aktionsplan zum Ausstieg von Glyphosat erarbeiten

Eine Studie soll die wirtschaftlichen und ökologischen Folgen eines Glyphosat-Verzichts erheben.

Im Zuge der Parlamentssitzung am Mittwoch, 13. Dezember, haben ÖVP und FPÖ einen Entschließungsantrag in Sachen Glyphosat eingebracht. So soll eine nationale Machbarkeitsstudie samt Aktionsplan in Auftrag gegeben werden, um die Konsequenzen eines österreichweiten Ausstiegs aus Glyphosat bis Herbst 2018 abzuklären. „Dabei setzen wir weiterhin nicht auf Populismus und Panikmache, sondern auf eine fachlich fundierte Vorgangsweise auf Basis der geltenden nationalen und europarechtlichen Rechtslage“, so Bauernbund-Präsident Abg. z. NR Georg Strasser.

Im dafür eingebrachten Antrag ist eine umfassende Evaluierung der wirtschaftlichen Auswirkungen für alle Anwender vorgesehen. Des Weiteren sollen die Verfügbarkeit von Ersatzprodukten, Sicherheitsaspekte im Bereich der Infrastruktur und Risiken für die menschliche Gesundheit durch importierte Lebensmittel geklärt werden. „Für den Bauernbund ist es dabei aber unabdingbar, dass die betroffenen Landwirte nicht auf der Strecke bleiben. Deshalb ist es richtig, zuerst die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen wissenschaftlich zu erarbeiten und mögliche Alternativen aufzuzeigen. Wir brauchen nach Klärung der rechtlichen Voraussetzungen konkrete Maßnahmen zur Abfederung allfälliger wirtschaftlicher Nachteile, die ein Ausstieg aus Glyphosat mit sich bringt“, schlägt Bauernbund-Direktor Norbert Totschnig in dieselbe Kerbe.

Strasser: LEH ist gefordert Glyphosat-Freiheit in ausländischen Lebensmitteln sicherzustellen

Ein besonderes Anliegen ist dem Bauernbund dabei die Glyphosat-Freiheit für ausländische Lebensmittel, damit der Wirkstoff nicht „durch die Hintertür“ nach Österreich gelangt. „Wenn ein großer Lebensmittelhändler vollmundig das Aus für Glyphosat fordert, dann muss er auch sicherstellen, dass es nicht in den unzähligen, von ihm importierten Produkten drinnen ist. Darauf werden wir als Vertretung der Bäuerinnen und Bauern lautstark pochen. Denn es kann nicht sein, dass unsere Landwirte wieder einmal Wettbewerbsnachteile in Kauf nehmen müssen, der Mehraufwand in wirtschaftlicher Sicht aber nicht abgegolten wird“, betont Strasser.

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