Umwälzungen und Unterschiede

Bäuerinnenkommentar von Hannelore Sonnleitner, Bäuerin in Gaal, Steiermark

Hannelore Sonnleitner Foto: ZVG

Eigentlich wollte ich meinen Artikel einfach nur „Unterschiede“ nennen … wie von selbst hat sich das Wort Umwälzungen eingeschlichen. Und es passt perfekt. Mit den vielen unterschiedlichen Menschen, die in unser Land, in unseren Kulturkreis kommen, beginnen auch Umwälzungen. Diese Veränderungen machen uns Angst, sie verunsichern uns zutiefst in unserem vertrauten Leben. Wir haben keine Vergangenheit, an der wir uns orientieren können, weil es das in dieser Form noch nie gegeben hat. Noch nie sind so viele verschiedene Menschen aus so vielen Nationen zu uns gekommen. Sie alle haben die verschiedensten Wurzeln, Lebenseinstellungen, Erlebnisse, religiösen Bilder in sich, die sich oft nicht mit den unseren vereinen lassen. Wo ist da die Gemeinsamkeit, wo ist da der Weg, der uns eint? Es ist eigentlich ganz einfach. Wir alle sind auf der Suche nach Frieden, Sicherheit, materiellem Wohlstand, Angenommensein und im Endeffekt auf der Suche danach, bedingungslos geliebt zu werden. Das ist das, was uns alle verbindet. Das übersehen wir, weil wir durch die Medien nur das äußere Bild vermittelt bekommen. Wenn wir erkennen, dass wir im Grunde alle auf der Suche nach den gottgewollten Grundbedürfnissen sind, wird schon viel von unserer Angst schwinden. Das heißt nicht, dass wir nicht kritisch bleiben dürfen, sondern nur, dass wir erkennen: Wenn wir unsere Perspektive ändern, geht es uns sofort besser. Wir alle sind im Grunde aus ein und aus derselben Essenz, ob wir es Gott oder wie auch immer nennen. Wenn wir uns bewusst machen, dass ein Teil von uns einfach nur „Mensch“ ist, dann sind die Unterschiede nicht mehr so riesengroß und die Veränderungen leichter anzunehmen.

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