Vorsicht vor Schnäppchen im Web

Computer und Web werden immer öfter auch für Betrügereien genutzt. Foto: Wodicka

Das Internet eignet sich hervorragend für Geschäfte. Schnell sind Kontakte zwischen Käufer und Verkäufer hergestellt. Leider aber auch zwischen Betrügern und Interessenten, die auf der Suche nach einem Schnäppchen sind.

Falsche Telefonnummern und Datenklau

Eine geschädigte Familie hat sich zuletzt bei der BauernZeitung gemeldet. Sie mahnt zur Vorsicht und verweist auf zwei Inserate mit Steyr-Traktoren in der technikboerse und im Marktplatz der BauernZeitung vergangene Woche: Dort seien zwei Traktoren mit falschen Telefonnummern angeboten worden, und zwar zu einem „sehr lukrativen“ Preis.  Wenn per E-Mail Kontakt aufgenommen würde, erhalte man in solchen Fällen schnell einen scheinbar echten Kaufvertrag. Die nötigen Daten seien in diesen Fällen ungarischen Firmen gestohlen und auf eine glaubwürdige Homepage gesetzt worden, sogar die UID-Nummer der Firma hätte überprüft werden können. Wenn man auf so einen Betrug reinfalle, sei das Geld dann schnell weg, den Traktor bekomme man aber nie.

Zunehmende Computerkriminalität

Die Zahl der Anzeigen wegen Computerkriminalität ist von 10.010 im Jahr 2015 auf zuletzt 13.103 (2016) angestiegen. Die Methoden der Kriminellen werden dabei immer raffinierter. „Gratis“-Angebote, Phishing-Emails – der betrügerische Versuch persönlichen Daten (wie Passwörter etc.) über das Internet zu erlangen –, gefälschte Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeld-Trojaner, Notfall-Emails, nachgebaute Homepages, falsche Inserate usw. – die Ideenvielfalt der Internetbetrüger ist nahezu unbegrenzt.

Käufer werden besonders oft Opfer des Vorschuss- und Treuhandbetrugs. Bei Ersterem behauptet der angebliche Verkäufer zumeist, sich im Ausland aufzuhalten und ersucht um Überweisung einer Vorauszahlung per Finanzdienstleister. Bei Letzteren bietet der angebliche Verkäufer die Abwicklung des Geschäfts über ein Transportunternehmen an, für das Geld überwiesen werden soll, obwohl es in Wirklichkeit nicht existiert.

Weiterführende Information zur Internetkriminalität finden Sie auf der Webseite des Bundesministerium für Inneres unter http://www.bmi.gv.at/cms/BK/betrug/start.aspx. Dort steht auch der Folder über “Die Betrugsformen beim Einkauf im Internet” zur Verfügung. Spezielle Sicherheits-Tipps zur technikboerse werden unter http://www.technikboerse.at/hilfe_betrug geboten.

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  • 166913_Handschellen_auf_Computer_Tastatur: © Wodicka
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