Wein aus Österreich ist weiter im Vormarsch

Die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) will die Spezialisierung des österreichischen Weins im Export weiter vorantreiben.

ÖWM-Geschäftsführer Willi Klinger rät allen Weinbaubetrieben, sich als
ÖWM-Geschäftsführer Willi Klinger rät allen Weinbaubetrieben, sich als “Nachhaltig Austria” zertifizieren zu lassen, um im Export noch besser bestehen zu können. ©ÖWM/Anna Stöcher
Eine 30-jährige Erfolgsgeschichte liegt hinter dem österreichischen Wein. Damit diese fortgeführt und ausgebaut werden kann, stehen Spezialisierung und Export an oberster Stelle bei der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM). Darüber berichtete ÖWM-Geschäftsführer Willi Klinger beim jährlichen Österreichischen Weinmarketingtag in Wien.

Im Export ist Spezialisierung gefordert

Um sich am Weltmarkt zu spezialisieren, rät Klinger allen Weinbaubetrieben das Zertifizierungsprogramm “Nachhaltig Austria” mitzumachen. Bereits 20 Betriebe haben das Zertifikat erhalten. “Das wird im Export einfach gefordert”, erklärte der ÖWM-Geschäftsführer.
Generell habe man im Exportgeschäft “viel vor”. “Der österreichische Wein ist schwerst im Vormarsch”, betonte Klinger. Man habe es in den vergangenen Jahren geschafft, über Deutschland und die Schweiz als Abnehmer hinauszukommen. Vor allem in Amerika steige das Ansehen des österreichischen Weins. So konnte neben dem Klassiker “Grüner Veltliner” auch der Rotweinabsatz gesteigert werden.
Den Erfolg führt Klinger auf die “Spitzenqualität” des österreichischen Weins zurück. Um die Exportzahlen weiter anzukurbeln, erarbeitet die ÖWM eine gemeinsame Markenstrategie, die die Alleinstellungsmerkmale und besonders den Markenwert des Österreich-Weins international hervorheben soll. Ausgezeichnete Qualität durch strenge Kontrollen, die besondere Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Österreicher, die Gemütlichkeit und Natürlichkeit sowie das kühle Klima seien die Besonderheiten der heimischen Weinszene.
Der ÖWM-Chef erwähnte allerdings auch offen die “problematischen Zentrifugalkräfte”, die bei abnehmendem Leidensdruck durch steigende Markterfolge sichtbar würden: den vollständigen Rückzug des Bundes aus der ÖWM-Finanzierung, die Finanzprobleme der Länder als Miteigentümer der ÖWM sowie die Überbetonung von Eigeninteressen der Betriebe und Markengemeinschaften gegenüber dem gemeinsamen Ganzen in der Weinbaupolitik.

Hervorragender Jahrgang soll Exportschub bringen

Und doch konnte Klinger zum 30-jährigen Jubiläum der ÖWM eine positive Bilanz ziehen. Diese zeige sich in der deutlichen Steigerung der Erzeugerpreise in allen Kanälen, der Erhöhung des Marktanteils in der Gastronomie auf 88 Prozent (%) und der Verdoppelung der Exporterlöse in den vergangenen zwölf Jahren. Mit dem “hervorragenden Jahrgang 2015 im Keller” erwartet Klinger für 2016 einen weiteren kräftigen Exportschub.

Eva Zitz

Steigerung der Weinexporte

Quelle: Statistik Austria: Endgültige Exportzahlen 2014; Stand Juni 2015 ©
Quelle: Statistik Austria: Endgültige Exportzahlen 2014; Stand Juni 2015 ©

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