Wintereinbruch – Bauern bangen um Früchte ihrer harten Arbeit

Der Winter ist teilweise bis ins Flachland zurückgekehrt. Foto: agrarfoto.com

Nach den in Teilen Österreichs katastrophalen Ernteausfällen durch den Wintereinbruch Ende April vergangenen Jahres bangen die Bauern dieser Tage erneut um die Früchte ihrer harten Arbeit. Vom Bodensee bis zum Neusiedler See kehrte der Winter zurück – und droht mit Minusgraden die teilweise bereits in Vollblüte stehenden Obstkulturen zu schädigen oder gar zu vernichten. “Wir können nur hoffen, dass es nicht allzu schlimm wird. Unsere Bauern versuchen sich zwar dem Wetter mit allen erdenklichen Mitteln entgegenzustemmen, gegen schweren Frost aber sind sie letztendlich trotz neuester Technik und Erkenntnissen machtlos”, sagt der Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich Josef Plank.

Abentung: Regionalität in den Küchen schafft zehntausende Arbeitsplätze

Umso mehr gilt es in Österreich zusammenzurücken und gemäß dem Motto “SchmecktEchtRegional” unserem Körper Gutes zu tun und damit letztendlich den Bauern und der heimischen Wirtschaft den Rücken zu stärken. Denn: Regionalität in den Küchen schafft zehntausende Arbeitsplätze, die Österreich so dringend braucht. So geht aus von der Österreichischen Hagelversicherung bei der Universität Linz (Prof. Dr. Schneider) in Auftrag gegebenen Studien hervor, dass zehn Prozent mehr aus heimischer Produktion bis zu 40.000 Arbeitsplätze sichern oder neu schaffen. “Wir dürfen demnach nicht müde werden, besonders die öffentliche Hand in die Pflicht zu nehmen, um die heimische Lebensmittelproduktion zu forcieren”, sagt Bauernbunddirektor Johannes Abentung, “immerhin kommen täglich rund zwei Millionen Mahlzeiten aus Kantinen und Mensen. Denn da geht´s ja auch um die Volksgesundheit.”

Regionalität ist enorm wichtig für Qualität und Gesundheit

Tatsache sei, dass Österreich viel zu viele Lebensmittel importiert und vielerorts auf die Qualität zu wenig geachtet wird. Oft ist es – wenn überhaupt – auch nur sehr schwer möglich, Kühlketten auf langen internationalen Transportwegen nachzuprüfen. Karrt man aus Profitgier Lebensmittel kreuz und quer durch Europa, wird auch die Umwelt unnötig belastet. Mehr Regionalität wäre also ein nachhaltiger ökologischer Fußabdruck. So sei es auch nur schwer nachvollziehbar, warum zum Beispiel in Krankenhäusern, wo Patienten wieder gesund werden sollen, oder in Kasernen Importartikel mit fragwürdiger Qualität verkocht werden.

Regionalität und damit auch Frische sind enorm wichtig für Qualität und Gesundheit. So belegen auch Studien, dass Amerikaner meist weniger Kalorien als Mitteleuropäer zu sich nehmen. Dass die Fettleibigkeit in den USA zu einem großen Problem herangewachsen ist, dürfte also an den industriell gefertigten Nahrungsmitteln liegen.

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  • Schnee: © agrarfoto.com
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