Zehn Jahre Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter: „Die Hochschule ist eine Drehscheibe für die Entwicklung des ländlichen Raums.“

Beim zehnjährigen Jubiläum der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (v. l.): Generalsekretär Reinhard Mang, Vizerektorin Elisabeth Hainfellner, IHS-Direktor Martin Kocher, Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter und Rektor Thomas Haase

Am 13. November feierte die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik ihr zehn-Jahres-Jubiläum. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter gratulierte: „Die Hochschule ist eine Drehscheibe für die Entwicklung des ländlichen Raums und den Umweltbereich. Sie verbindet Bildung, Beratung und Forschung. Die Absolventinnen und Absolventen kehren in die Regionen zurück und sind dort wichtige Multiplikatoren. Ich wünsche allen Studierenden und Lehrenden viel Erfolg.“

Reinhard Mang, der Vorsitzende des Hochschulrats, sieht optimistisch in die Zukunft, setze die Hochschule doch Schritt für Schritt Maßnahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung um, die ganz im Zeichen der Ziele der derzeit tagenden Weltklimakonferenz stehen. „Die wachsende Anzahl an Studierenden und die hohe Akzeptanz der Fort- und Weiterbildungen, die die Hochschule im Agrar- und Umweltbereich anbietet, zeigen, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde.“

Festredner IHS-Direktor Martin Kocher spannte in seinem Vortrag den Bogen vom gesellschaftlichen Wandel zu neuen Wegen in der Bildung und zeigte auf, dass „auch oft vermeintlich kleine Maßnahmen und Veränderungen zu signifikanten Verbesserungen führen können.“ Verhaltensökonomische Erkenntnisse, die für das Bildungssystem bzw. für die Entscheidungen von Lehrenden sehr relevant sind, werden dargestellt.

Rektor Thomas Haase, der am Beginn seiner dritten Funktionsperiode steht, ergänzte: „Auch die Hochschule unterliegt einem Prozess des Wandels und Wachstums. Es hat eine erfolgreiche Umwandlung von der Agrarpädagogischen Akademie in die Hochschule stattgefunden. Die Zahl der Studierenden – in Hochschulstudien sowie Weiterbildungsstudiengängen wie dem „MBA Unternehmensführung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ – stieg von 200 auf 650 in den letzten zehn Jahren. Die Lehrer- und Berater gehen als MultiplikatorInnen in den ländlichen Raum und in Umweltberufe, wo sie die hier erlangten Kompetenzen und das Wissen an die junge Generation weitergeben.“

Vizerektorin Elisabeth Hainfellner wies auf die jüngsten Entwicklungen im Zuge der PädagogInnenbildung NEU hin, “die mit völlig aktualisierten und auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnittenen Curricula, die Studierenden für Lehr- und Beraterberufe im Agrar- und Umweltbereich bestens qualifizieren.“ Das pädagogische Konzept der Grünen Pädagogik konkretisiere die Bildung für nachhaltige Entwicklung und ist der „gemeinsame Nenner“ der nach außen scheinbar ambivalenten Studienrichtungen der Agrar- und Umweltpädagogik.

Zur Hochschule:
Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik ist das pädagogische Zentrum für die LehrerInnen- und BeraterInnenbildung in land- und forstwirtschaftlichen sowie umweltpädagogischen Berufsfeldern. Neben den Bachelor- und Masterstudien Agrar- und Umweltpädagogik bietet die Hochschule ein breites Spektrum an Seminaren, Lehrgängen, Hochschullehrgängen und Masterstudien an, wie beispielsweise Masterstudienlehrgang „Green Care“ oder „MBA Unternehmensführung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“. Des Weiteren ist Haase Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Green Care“.

Zur Geschichte:
Die agrarische Ausbildung hat in Österreich eine lange Tradition, die ihren Beginn Ende des 19. Jahrhunderts nahm und 1954 am heutigen Standort der Hochschule in Form eines „Bundesseminars“ institutionalisiert wurde. Seit 1989 als „Agrarpädagogische Akademie“ geführt, wurde sie 2007 zur Hochschule umgewandelt und 2008 das Studium Umweltpädagogik neu eingeführt.

- Bildquellen -

  • WIL9125: © BMLFUW/William Tadros
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