Almbauerntreffen auf der Brandalm

Beim Steirischen Almwirtschaftstag auf der Brandalm wurde die Bedeutung der Almen für die tierhaltenden Betriebe, aber auch für den Tourismus betont.

Die Brandalm in der Gemeinde Ramsau am Dachstein

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Mit einer stimmungsvollen Almandacht begann der Festakt zum 37. Steirischen Almwirtschaftstag auf der Brandalm in Ramsau am Dachstein. Die Brandalm liegt auf 1.700 Metern Seehöhe unterhalb der Dachstein-Südwand, die Alm selbst hat 98 Hektar und es werden 35 GVE aufgetrieben. Fritz Schrempf: „Der Auftrieb von Rindern und Pferden erfolgt sehr früh und es wird eine konsequente Koppelwirtschaft betrieben. Daneben haben wir in den letzten 40 Jahren auf der Brandalm ein hochwertiges Tourismusangebot entwickelt.“ 

Hunderte Teilnehmer

Anton Hafellner, Obmann des Steirischen Almwirtschaftsvereins, konnte unter den vielen Teilnehmern auch etliche Ehrengäste begrüßen, darunter Bürgermeister Johannes Uttinger, Kammerpräsident Andreas Steinegger, Landarbeiterkammer-Vizepräsident Peter Bedenk; Bezirksbäuerin Viktoria Brandner und Geschäftsführer Michael Zeiler vom Schaf- und Ziegenzuchtverband. Insgesamt genossen etwa 400 Teilnehmer die wunderbare Wanderung und den Aufenthalt auf der Brandalm.

Tourismusgemeinde

Bürgermeister Uttinger betonte die Wichtigkeit von funktionierenden Almen für den Tourismus: „Ramsau am Dachstein ist eine Tourismusgemeinde mit 6.000 Gästebetten. Gepflegte Almen sind ganz wesentliche Argumente, dass so viele Gäste zu uns kommen und sich hier wohlfühlen.“ Kammerpräsident Steinegger bedankte sich für die Ausrichtung des Almtages auf diesem besonderen Platz und sagte: „Beim Almtag stehen die Almbäuerinnen und Almbauern und die Halter im Mittelpunkt, denn die erbrachten Leistungen gehen weit über die Produktion von Lebensmitteln hinaus. Die Almwirtschaft liefert einen einzigartigen Erholungsraum, der Einheimischen und Touristen zur Verfügung steht. Die Almwirtschaft leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Volkskultur und zur Vermeidung von Lawinen.“

Dauerthema Wolf

Auch zur kürzlich erfolgten Freigabe einer Entnahme eines Schadwolfs bezog Steinegger Stellung: „Es ist ein wichtiges Signal an die Almbäuerinnen und Almbauern. Das Land Steiermark hat die erstmals die Entnahme eines Schadwolfs genehmigt und zeigt damit, dass die gesetzlichen Regelungen wirken.“ Seit Mai war es nämlich in der Gemeinde Sölk immer wieder zu Wolfsrissen gekommen. Mehr als zehn Schafe waren durch einen Wolf getötet worden.

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Ehrenglocken-Verleihung an Walter Schmiedhofer (2. v. l.), daneben Karl Brandner, Christine Schmiedhofer, Franz Bergler, Präsident Andreas Steinegger und Almwirtschaftsvereinsobmann Anton Hafellner.

Ehrenzeichen in Gold

Der Steirische Almwirtschaftsverein war auf der Brandalm bei Familie Schrempf zu Gast und nutzte die Gelegenheit, verdienstvolle Persönlichkeiten der Almwirtschaft zu ehren. Das Ehrenzeichen in Gold wurde Fritz Schrempf für sein Schaffen auf der Brandalm verliehen. Die Laudatio dazu wurde von Alminspektor a. D. Franz Bergler schwungvoll und humorvoll vorgetragen.

Ehrenglocke

Eine besondere Ehrung wurde dem Öblarner Walter Schmiedhofer zuteil – er wurde mit der Ehrenglocke des Steirischen Almwirtschaftsvereins ausgezeichnet. Laudator Bergler: „Walter Schmiedhofer ist ein Mann des Tuns, der ruhig und mit großer Zuversicht an die Aufgaben herangeht. Unter anderem trägt das Almlamm-Projekt am Hauser Kaibling die Handschrift von Walter Schmiedhofer.“ Nach Ernst Hofer ist Walter Schmiedhofer erst die zweite Persönlichkeit, die mit der Ehrenglocke ausgezeichnet wurde.

Die Göllwurn-Musi aus Salzburg sorgte für stimmungsvolle und gemütliche Stunden auf der Brandalm, die von der Türlwandhütte erwandert wurde. Viele Teilnehmer wanderten später von der Brandalm zurück ins Tal nach Ramsau.

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