Nachdem Case IH die überarbeiteten Mähdrescher der Axial-Flow 160 Pro-Serie im Praxiseinsatz getestet hat, wird das Modelljahr 2027 gerade in ganz Europa bei exklusiven Veranstaltungen vorgestellt. Derzeit laufen drei Maschinen, eine davon in Deutschland. Die BauernZeitung war bei der Präsentation in der Nähe von Regensburg in Bayern vor Ort.
Kleinster Rotordrescher, modernste Technologie
Die 160 Pro-Serie besteht aus zwei Modellen: 6160 und 7160. Beide fahren mit einem 8,7 Liter FTP-Motor vor – der kleinere mit 400 PS, der größere mit 60 PS mehr Leistung. Zudem hat das Top-Modell einen Korntank mit 12.500 Liter Fassungsvermögen – 2.000 Liter mehr als sein kleinerer Bruder. Die neue Baureihe ist laut Hersteller der „kleinste Single-Rotormähdrescher“, beinhaltet aber jetzt die „modernste Technologie“ der großen Axial-Flow Serien. Damit will Case seine bewährten Mähdrescher aus dem Mittelklassesegment auf ein neues Leistungsniveau heben.
Bei der Entwicklung wurde der Fokus auf Fahrkomfort und Bedienung gelegt, um den Fahrer bestmöglich zu entlasten. Dazu beitragen sollen unter anderem die neueste Spurführungstechnologie (Vector Pro-Empfänger) sowie intelligente Automatisierungslösungen (Harvest Command).
Highlight ist das völlig neue Bedienkonzept mit zwei Pro-1200-Touchscreen-Monitoren. Während am Hauptmonitor sämtliche Maschinenfunktionen eingestellt werden können, zeigt der zweite Bildschirm zugleich Ertragskarten, Feuchtedaten, Kamerabilder und Spurführung. Zudem genießt man aus der der neuen, größeren Kabine mit 6,3 Quadratmetern Glasfläche, eine perfekte Rundumsicht.
Optional erhältlich ist ein zweistufiger Schrägförderantrieb mit wahlweise 575 bzw. 662 Umdrehungen pro Minute, die einen gleichmäßigen Fluß des Ernteguts auch bei stark wechselnden Bedingungen ermöglichen sollen. Die Hubkraft des Schrägförderers beträgt bis zu 4,7 Tonnen und eignet sich so auch für schwerere Maispflücker oder breite Schneidwerke. Ebenso optional erhältlich ist die Querförderschneckenabschaltung im Korntank, die auch von den größeren Axial-Flow-Modellen übernommen wurde.
Weiterentwicklung der Quaderballenpressen
Ebenfalls live im Einsatz zu sehen, waren die neuen Großquaderballenpressen der Baureihen LB4 und LB6. Diese wurden laut Hersteller um zahlreiche Neuerungen erweitert. Die Weiterentwicklungen sollen den Durchsatz steigern, Einsatzsicherheit und Bedienkomfort erhöhen sowie Stillstandzeiten und Betriebskosten reduzieren.
Im Mittelpunkt stehen ein neuer Rotor-Zuführer, ein weiterentwickeltes Schneidwerk mit bis zu 57 Messern und einer leichten Messerschublade, ein innovativer Antriebsstrang mit permanenter Drehmomentüberwachung und hydraulisch gesteuerter Rutschkupplung. Dadurch können kurzzeitige Lastspitzen abgefangen werden, ohne dass die Presse sofort zum Stillstand kommt. Die gesteuerte Pick-up, Plastikabstreifer sowie schnipsellose Doppelknoter sind bei Case-Pressen mittlerweile ohnedies Standard.
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