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Kommentar der Woche: Die Last hinter der Leistung

Geht’s dem Vieh gut, geht’s dem Bauern gut. Doch was passiert, wenn es dem Bauern nicht gut geht?

Einer aktuellen Studie der Universität für Weiterbildung Krems zufolge erreichten 28 Prozent – und damit mehr als jeder Vierte – der befragten Bäuerinnen und Bauern den Schwellenwert für klinisch relevante depressive Symptome. Grundlage war eine Online-Befragung von 2.006 österreichischen Landwirtinnen und Landwirten. In der Allgemeinbevölkerung lag der Vergleichswert bei 21,4 Prozent. Besonders deutlich ist der Unterschied beim Stress: 66,9 Prozent der Landwirtinnen und Landwirte berichteten von einem hohen Stressniveau, gegenüber 51 Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Auch Angstsymptome und Schlafprobleme traten häufiger auf. Als besonders belastend bewerteten die Befragten vor allem Bürokratie und Dokumentationspflichten, Agrarpolitik, Preisschwankungen sowie hohe Arbeitsbelastung, Stress und Zeitdruck.

Am Sonntag ist der Europäische Tag der Depression. Gerade in einer Branche, in der Durchbeißen oft selbstverständlich ist, müssen psychische Belastungen ebenso ernst genommen werden wie körperliche. Es gilt, Warnzeichen bei sich selbst und anderen wahrzunehmen und rechtzeitig Unterstützung anzunehmen. Hilfe zu holen ist kein Zeichen der Schwäche, sondern des Verantwortungsbewusstseins – gegenüber sich selbst und gegenüber jenen, die sich auf die Bäuerin und den Bauern verlassen, ob Mensch oder Vieh.

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