Erdäpfelernte am Feld

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Erdäpfel: Erzeugerpreise nicht kostendeckend

Die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) schlägt Alarm. Die anhaltende Trockenheit und die wiederkehrenden Hitzephasen setzen den Erdäpfelbeständen massiv zu. Aktuelle Probegrabungen zeigen demnach deutlich unterdurchschnittliche Erträge, während die Erzeugerpreise „weiterhin weit unter einem kostendeckenden Niveau“ lägen. Besonders angespannt sei die Lage in den trockenen Regionen des Weinviertels.

Die IGE rechnet entsprechend mit einer Verknappung des inländischen Angebots und sieht die Abnehmerseite gefordert. „Mit Erzeugerpreisen von lediglich rund 15 bis 20 Euro je Dezitonne liegen die österreichischen Notierungen deutlich unter jenen wichtiger europäischer Vergleichsländer“, teilt man mit. „Die Erzeugerpreise passen weder zur Lage auf den Feldern noch zu den Marktpreisen in den Nachbarländern“, moniert IGE-Obmann Michael Bachl.

Er fordert eine Preiskorrektur in der Größenordnung von 30 Euro je Dezitonne und betont: „Nach den bereits enttäuschenden Preisen im Vorjahr können sich die heimischen Erdäpfelbetriebe ein weiteres Jahr mit nicht kostendeckenden Preisen nicht leisten.“ Indirekte Schützenhilfe erhält die IGE von den Marktanalysten der AMA. Diese sehen, neben den witterungsbedingten Ertragseinbußen, zunehmend Qualitätsprobleme im Erntegut. Auch die heuer um 10 Prozent reduzierte Anbaufläche dürfte ihren Teil zur Angebotsverknappung beitragen.

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