Sturm

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Frisch, fruchtig, prickelnd: Die Sturm-Saison hat begonnen

Die heurige Hitze hat die Reife der Trauben beschleunigt. In einigen Weinkellern gärt der frisch gepresste Traubensaft und der erste Sturm wird bereits verkauft.

„Sturm ist der erste Vorbote des neuen Weinjahrgangs und ein fester Bestandteil unserer Weinkultur. Seine fruchtige, prickelnde Art und die kurze Saison machen ihn zu einem besonderen Genuss und zu einem der letzten echten Saisonprodukte“, erklärt Chris Yorke, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM).

Wo Sturm draufsteht, ist Österreich drin

Sturm ist teilweise gegorener Traubenmost: Die Hefen haben bereits begonnen, den natürlichen Zucker der Trauben in Alkohol und Kohlensäure umzuwandeln. Dadurch verändert er sich laufend – von traubig-süß bis zunehmend trocken und weinähnlich.

Dabei ist seine Herkunft klar geregelt: Als „Sturm“ darf das Getränk nur bezeichnet werden, wenn die verwendeten Trauben ausschließlich in Österreich geerntet und verarbeitet wurden. Als Herkunft kommen die österreichischen Weinbauregionen Weinland, Steirerland und Bergland infrage.

Für den ersten weißen Sturm werden gerne frühreifende Sorten wie Bouvier, Müller-Thurgau oder Frühroter Veltliner verwendet. Später kommen weitere Rebsorten hinzu, etwa aromatische Muskat-Sorten. Auch aus Rotweintrauben wird Sturm erzeugt – dementsprechend reicht das Farbspektrum von Weiß über Rosé bis Rot.

Frisch genießen

Sturm ist ein lebendiges Produkt: Die Gärung geht auch nach der Abfüllung weiter, weshalb die Flaschen nicht luftdicht verschlossen werden dürfen und stets stehend sowie gekühlt aufbewahrt werden sollten. Je nach Anbieter wird Sturm übrigens in unterschiedlichen Gebinden abgefüllt, darunter auch in klassischen Glasflaschen.

Am allerbesten genießt man Sturm dort, wo er entsteht: in den Weinbaugebieten, beim gemütlichen Zusammensitzen im Heurigen oder in der Buschenschank, frisch eingeschenkt zu herbstlichen Gerichten. Dann spielt der Sturm all seine Stärken aus: als Vorbote des neuen Jahrgangs, aber auch als einzigartiger Genussbotschafter der österreichischen Weinherkünfte.

Fünf Tipps für die Sturmzeit

1. Immer aufrecht transportieren: Sturmflaschen gehören weder in die Horizontale noch lose in den Kofferraum. Da sie nicht dicht verschlossen sind, kann Flüssigkeit austreten.

2. Kühl und stehend lagern: Im Kühlschrank wird die Gärung verlangsamt. Sturm bleibt aber ein lebendiges Produkt und sollte möglichst frisch getrunken werden. Wichtig ist auch bei der Lagerung, dass die Flasche nicht fest verschlossen wird, um gefährlichen Überdruck durch Gärgase zu vermeiden.

3. Österreichische Herkunft genießen: Besonders authentisch lässt sich Sturm dort entdecken, wo er entsteht – beim Heurigen, in Buschenschänken und direkt bei Winzern in Österreichs Weinbaugebieten.

4. Herbstküche dazu servieren: Sturm passt hervorragend zu klassischen saisonalen Gerichten – von Aufstrichen und Brettljause bis zu Maroni und herzhaften Herbstspeisen.

5. Vorsicht, süffig: Je nach Gärstadium schmeckt Sturm noch deutlich süß und fruchtig, enthält aber bereits Alkohol. Daher gilt auch hier: bewusst und mit Genuss trinken – das umso mehr, als Kohlensäure die Alkoholaufnahme beschleunigt.

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