Früh aufstehen, hart arbeiten, selten klagen. So lautet das ungeschriebene Gesetz auf vielen Höfen in Österreich. Doch was steckt wirklich hinter dieser Fassade? Welche Geschichten, Kämpfe und Träume verbergen sich hinter den Stalltüren und Feldwegen? Der Podcast „Hoftor Auf" der BauernZeitung macht genau das sichtbar und hörbar. Host Sabine Kronberger fährt quer durch alle neun Bundesländer und holt Bäuerinnen vor das Mikrofon, die im Alltag selten im Mittelpunkt stehen. Was sie erzählen, ist ehrlich, mutig und geht unter die Haut. Keine Hochglanzgeschichten, sondern echtes Leben mit all seinen Höhen, Tiefen und Wendungen.
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Wie vielseitig Bäuerinnen heute sind, zeigt Conny Rohrmoser aus Salzburg eindrucksvoll: Als Bäuerin, ausgebildete Elementarpädagogin, Fachkraft für tiergestützte Intervention und zertifizierte Nutztierprüferin verbindet sie Landwirtschaft mit sozialem Engagement auf eine Art, die Schule machen könnte. Michaela Stangl aus der Steiermark wiederum musste nach einer Scheidung bei null anfangen und hat ihren Betrieb Schritt für Schritt völlig neu aufgebaut. Eine Geschichte über Rückschläge, Entschlossenheit und den unbedingten Willen, weiterzumachen.
Michaela Stangl
Die Burgenländerin Sonja Wind stand nach dem Suizid ihres Mannes plötzlich mit drei kleinen Kindern alleine da. Dass sie den Hof trotzdem weiterführte, ist ein Zeugnis von stiller, außergewöhnlicher Stärke. Im Podcast blickt sie auf die Zeit nach dem Schicksalsschlag zurück. Gerhild Thomasser aus Kärnten spricht offen über Tiefpunkte und Verluste in der Familie, die viele lieber verschweigen würden und zeigt damit, dass Verletzlichkeit und Mut keine Gegensätze sind. Außerdem baute sie mit ihrem Mann den neuen Betriebszweig der Legehennenhaltung auf dem Hof in Villach auf und bietet Schule am Bauernhof an.
Sonja Wind
Gerhild Thomasser
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Bergbäuerin Magdalena Esterhammer aus Tirol räumt mit dem bäuerlichen Idyll auf: Ihr Sommertag beginnt um 5 Uhr früh und endet oft erst um 22 Uhr. Was das bedeutet - körperlich, emotional, familiär - erzählt sie ohne Beschönigung. Sie spricht auch über die Herausforderungen auf einem Bergbauernhof zu leben und erzählt über ihre zusätzliche Tätigkeit als Farmfluencerin. Petra Eder aus Niederösterreich hingegen beweist, dass man nicht auf einem Hof aufgewachsen sein muss, um eine leidenschaftliche Bäuerin zu werden. Die ehemalige Städterin ist heute Pilzbäuerin und Grillstaatsmeisterin - ein Weg, den sie selbst wohl kaum vorhergesehen hätte. Sie spricht auch offen über die Scheidung ihres ersten Mannes und wie es für sie war, ihren Platz in einer neuen Familie zu finden.
Magdalena Esterhammer
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Petra Eder
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Die Vorarlbergerin Andrea Schwarzmann hat sich ihr Leben lang für Gleichberechtigung am Hof eingesetzt und weiß, wovon sie spricht. Als ehemalige Bundesbäuerin kennt sie die Strukturen der Landwirtschaft von innen. Im Podcast spricht sie über eines der sensibelsten Themen in bäuerlichen Familien: die Hofübergabe. Was es bedeutet, loszulassen, was man aufgebaut und geliebt hat, ist eine Herausforderung, die viele kennen, aber kaum jemand offen anspricht. Heute ist Andrea Schwarzmann in Pension und blickt unter anderem auf viele Sommer zurück, die sie auf der Alm verbracht hat.
Dass Landwirtschaft nicht zwingend ländlich sein muss, beweist Irene Maria Trunner auf eindrucksvolle Weise: Sie bewirtschaftet 100 Hektar Ackerfläche mitten in Wien und bricht damit gleich mehrere Klischees auf einmal. Wer mit dem Traktor durch die Bundeshauptstadt fährt, erntet nicht selten schräge Blicke - das kennt sie gut. Doch Trunner trägt noch eine weitere Last: Sie ist die erste Frau in der Geschichte ihres Familienbetriebs, die den Hof übernommen hat. Diese Verantwortung schätzt sie zutiefst und spürt zugleich den Druck, nicht scheitern zu dürfen. Nicht wegen mangelnder Fähigkeiten, sondern weil sie eine Frau ist.
Die oberösterreichische Milchbäuerin Margareta Hüthmair schließlich erzählt eine Geschichte, die einem den Atem verschlägt. Mit 16 Jahren verlor sie ihre Mutter und übernahm von einem Tag auf den anderen die Rolle der Bäuerin, der großen Schwester und der Hausfrau. Mit Mitte 20 übernahm sie den Betrieb von ihrem Vater und zog in dieser Zeit gleichzeitig zwei Kinder groß, ohne Partner an ihrer Seite. Ihre Geschichte ist eine von früh übernommener Verantwortung, stiller Stärke und dem unbedingten Willen, immer wieder aufzustehen, egal wie schwer der Weg war.
Margareta Hüthmair
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Andrea Schwarzmann
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Irene Maria Trunner
Neun Frauen, neun Bundesländer, neun Geschichten. „Hoftor Auf" ist mehr als ein Podcast, denn es ist ein Porträt des modernen Bäuerinnentums in all seiner Vielfalt, Würde und Kraft. Jetzt auf Spotify, YouTube, Apple Podcasts und allen gängigen Podcastplattformen verfügbar.
Die zweite Staffel wird Ende Juni beginnen.
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