Die österreichische Wirtschaft zeigte im 1. Quartal 2026 mit 0,2 Prozent ein schwaches, aber stabiles Wachstum. Gleichzeitig orten die LK-Experten in ihrem aktuellen Bericht deutliche Spuren der Kriege in Nahost am Nadelsägerundholzmarkt in Österreich und erklären: „Nach Italien ist der arabische Raum der wichtigste Absatzmarkt für österreichisches Schnittholz. Die Sägeindustrie rechnet daher für 2026 mit einer um zwei Prozent geringeren Produktion im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend verhalten ist bei allgemein guter Rundholzversorgung auch die Nachfrage.“ Vor allem in den Schadgebieten der Steiermark könne der Holzabtransport mit der Aufarbeitungsgeschwindigkeit nicht Schritt halten. Im restlichen Bundesgebiet seien die Waldlager nahezu abgebaut. Kontingentierungen in der Anlieferung seien auch in Niederösterreich noch gegeben.
Regionale Anpassungen
Die Preise wurden regional angepasst und werden für das Leitsortiment Fichte/Tanne (Kl. A, B, C, 2b) bei zumindest 110 Euro (netto) pro Festmeter frei Straße angegeben. Die höchsten Preise wurden zuletzt in Salzburg, der Steiermark und Tirol mit 128 Euro erzielt, im Bundesmittel kostete ein Festmeter 122 Euro. Damit ist der Preis gegenüber dem Vormonat gleichgeblieben.
Die Vermarktung von Kiefer gestaltet sich laut LK aufgrund „eines skandinavischen Überangebotes und starkem Preisdruck bei Schnittholz wieder sehr schwierig“. Im Österreichschnitt liegt der Preis (Kl. A, B, C, 2a+) bei 83 Euro, das ist rund ein Euro weniger als im Vormonat. Die Lärche wird bei stabilen Preisen als uneingeschränkt lieferbar beschrieben. Die Klassen A, B, C, 3a+ werden im Schnitt um 154 Euro verkauft.
Industrierundholz gefragt
„Die Plattenindustrie verzeichnet deutlich reduzierte Altholzmengen, weshalb auch dort eine Nachfrage nach Industrierundholz gegeben ist. Die Nachfrage der Papier- und Zellstoffindustrie ist rege, weil die Rundholzlager kontinuierlich schrumpfen“, so die Experten. Bereitgestellte Mengen würden rasch abtransportiert und ohne Verzögerung übernommen werden. Die Preise seien zumeist angehoben worden.
Für Faserholz Fichte/Tanne wird im Schnitt österreichweit 43 Euro pro Festmeter frei Straße erzielt. Das entspricht in etwa dem Preis im Vormonat. Bis zu 48 Euro werden in Niederösterreich bezahlt, die geringsten Preise gibt es aktuell im Burgenland. Dort liegt die Preisspanne bei rund 36 bis 40 Euro. Buchenfaserholz wird laut LK zu stabilen Preisen abgesetzt.
Energieholz: Nachfrage uneinheitlich
Der Energieholzmarkt entwickelt sich unterschiedlich. „In Kärnten verläuft die Nachfrage saisonüblich. In Niederösterreich ist aufgrund neuer Standorte für Nahwärmenetze ein durchwegs anhaltend hoher Materialverbrauch bemerkbar. In Oberösterreich hingegen ist eine Vermarktung von Mengen außerhalb von Langzeitverträgen nur schwer möglich“, so die Branchenexperten. Für Brennholz weich werden im Bundesschnitt 83 Euro pro Raummeter frei Straße bezahlt (Vormonat: knapp 84 Euro). Bei Brennholz hart liegt der Durchschnittspreis bei 113 Euro (unverändert). Im Schnitt können frei Werk 117 Euro pro Atrotonne für hochwertiges Hackgut erzielt werden (Vormonat: 116 Euro).
Copyright © Grafik: BZ; Quelle: LKÖ
Borkenkäfergefahr
Österreichweit besteht weiterhin ein deutliches Niederschlagsdefizit. „Die Borkenkäfergefahr ist insbesondere bei Vorhandensein bruttauglichen Materials sehr groß. Daher sind die Bestände regelmäßig zu kontrollieren und notwendige Waldhygienemaßnahmen rasch zu setzen“, warnen die LK-Experten.
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