Erdäpfel

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Kartoffelmarkt KW 32/'26: Frühkartoffeln im Aufwind

Am heimischen Frühkartoffelmarkt hat sich die Stimmung in den letzten beiden Wochen merklich gedreht. Auch wenn momentan das Angebot an Frühkartoffeln für die urlaubsbedingt ruhige Inlandsnachfrage gut ausreichend ist, rückt immer mehr die sich abzeichnende schwache Haupternte in den Fokus der Marktteilnehmer. Mit der mittlerweile dritten Hitzewelle in diesem Jahr verschlechtern sich die Ertragsprognosen zusehends. So liegen in den Nichtbewässerungsgebieten Ostösterreichs die Hektarerträge bei den Anschlusssorten gerade einmal bei 15 bis 20 Tonnen. Auch in den Bewässerungsgebieten gibt es bei Temperaturen von bis zu 40 °C keine weiteren Ertragszuwächse. Zudem wird aus einigen Regionen bereits ein Anstieg des Drahtwurmbefalls in den Beständen berichtet.

Die Erzeugerpreise haben in der vergangenen Woche weiter angezogen. In NÖ und Burgenland wurden Heurige zu Wochenbeginn um meist 18 bis 23 €/100 kg übernommen. Aus OÖ wurde zuletzt ein Erzeugerpreis von 22 €/100 kg gemeldet.

Ruhiger Markt, stabile Preise

Der deutsche Speisekartoffelmarkt zeigte sich zuletzt recht ausgeglichen. Zwar kommen immer mehr Erzeuger mit vermarktungsfähiger Ware auf den Markt, im Gegensatz zu einem Normaljahr gibt es zum Ende der Frühkartoffelsaison jedoch kaum Angebotsdruck. Die frühen Sorten sind mittlerweile sehr gut geräumt und bei den Anschlusssorten fallen die Erträge vielerorts unterdurchschnittlich aus. Das aktuell verfügbare Angebot wird vom Markt gut aufgenommen. Zwar lief die Inlandsnachfrage zuletzt auf einem hochsommerlich ruhigen Niveau, im Export wird jedoch von steigendem Interesse berichtet. Hier scheint die schwache Ernteerwartung in Frankreich und Belgien sich langsam bemerkbar zu machen. Die Erzeugerpreise haben in der Vorwoche nur mehr moderat nachgegeben. So lagen die Preise zu Wochenbeginn für deutsche Frühkartoffeln meist bei 35 bis 41 €/100 kg.

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