Im Vorjahr lag der österreichische Pro-Kopf-Verbrauch von Käse bei 27,8 Kilogramm, wie die aktuellen Versorgungsbilanzen für tierische Erzeugnisse von Statistik Austria zeigen. Das sind um 1,3 Kilogramm mehr als 2024. Während der Milchkonsum mit jährlich 51,3 Kilogramm nahezu gleich blieb, wurden mit 26 Kilogramm pro Person auch mehr flüssige Milchprodukte wie Joghurt oder Milchmischgetränke verbraucht (+1,9 kg gegenüber 2024). Der Rindfleischverzehr sank hingegen geringfügig um 0,3 Kilogramm pro Kopf auf 9,6 Kilogramm.
Österreichs landwirtschaftliche Betriebe produzierten im Jahr 2025 für den in- und ausländischen Markt in Summe 5,1 Mio. Tonnen tierische Erzeugnisse, womit die Produktion um ein Prozent über dem Niveau des Vorjahres lag. 4,1 Mio. Tonnen Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch (+1% gegenüber 2024), 2,1 Mrd. Stück beziehungsweise 129 000 Tonnen Eier (+2%) und 5.600 Tonnen Fisch (-1%) wurden erzeugt. Bei Fleisch lag die Bruttoeigenerzeugung gemessen in Schlachtgewicht, das heißt inklusive Knochen und Fett, mit 874.000 Tonnen um ein Prozent über dem Niveau des Vorjahres.
Zur Deckung des Inlandsbedarfs wurden im Vorjahr 407.000 Tonnen Fleisch (+1%), 159.000 Tonnen Käse inklusive Schmelzkäse (+8%), 85.000 Tonnen Fisch (+5%) sowie 81.000 Tonnen sonstige flüssige Milchprodukte (+9%) importiert. Im selben Zeitraum wurden 528.000 Tonnen Fleisch (+2%), 312.000 Tonnen Konsummilch (+1%), 327.000 Tonnen sonstige flüssige Milchprodukte (+11%) und 180.000 t Käse einschließlich Schmelzkäse (+6%) exportiert.
Für die Ernährung im Inland standen demnach im Berichtsjahr 539.000 Tonnen Fleisch (±0%), 398.000 Tonnen Konsummilch (+1%), 239.000 Tonnen sonstige flüssige Milchprodukte (+8%), 256.000 Tonnen Käse inklusive Schmelzkäse (+5%), 48.000 Tonnen Butter (±0%), 2,3 Mrd. Stück beziehungsweise 142.000 Tonnen Eier (+2%) und 78.000 Tonnen Fisch (+7%) zur Verfügung.
Aus der heimischen Landwirtschaft konnte der Bedarf an sonstigen flüssigen Milchprodukten zu 203 Prozent, an Konsummilch zu 176 Prozent, an Käse inklusive Schmelzkäse zu 109 Prozent, an Fleisch zu 107 Prozent, an Eiern zu 86 Prozent, an Butter zu 70 Prozent und an Fisch zu sieben Prozent gedeckt werden.
Volumen des Agraraußenhandels steigt weiter
Gegenüber 2024 erhöhte sich das Agraraußenhandelsvolumen, das alle pflanzlichen und tierischen Produkte umfasst, von 35,8 Mrd. auf 37,4 Mrd. Euro. Das Agraraußenhandelsvolumen entspricht somit einem Anteil von zehn Prozent am gesamten Außenhandelsvolumen, das sich 2025 auf 386,7 Mrd. Euro belief. Der Wert der Agrarimporte stieg von 18,9 Mrd. auf 20,1 Mrd. Euro, jener der Exporte von 16,9 Mrd. auf 17,3 Mrd. Euro. Haupthandelspartner waren die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 82 Prozent an den Importen und 80 Prozent an den Exporten
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